Pirates wollen endlich den ersten Sieg

Auch gegen das Prospect Team der Munich Cowboys hängen die Trauben hoch

Für die Passau Pirates geht es im zweiten Heimspiel der noch jungen Regionalligasaison schon um wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Nach den ersten drei Spieltagen steht das ambitionierte Team um Headcoach Andrew Griffin noch ohne Sieg da und muss sich jetzt schon mächtig strecken um einen der begehrten Playoffplätze zu erreichen.

Dieses Ziel möchte bei den Footballern der DJK Eintracht derzeit aber noch keiner aufgeben. Denn auch wenn das Spiel am vergangenen Samstag in Landsberg mit 42:48 verloren ging, so sah der Trainer doch eine enorme Steigerung zu den ersten Spielen: „Ich hab den Film von Samstag angeschaut und das hat viele Sachen, die ich mir Samstag gedacht und gefühlt habe, bestätigt. Wir machen riesige Schritte nach vorn und ich bin sehr stolz auf alle. Als Coaches reden wir viel über Schemata und Techniken und jedes Spiel werden unsere Spieler besser darin, eben jene auszuführen. Jetzt müssen wir noch die individuellen Fehler vermeiden, dann werden wir auch unsere Spiele gewinnen. Ich glaube, dass wir schon letzten Samstag die besseren Deutschen Spieler auf dem Platz hatten.“, so Griffin.

Am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr wird es aber auch darum gehen, die Imports der Munich Cowboys zu kontrollieren. Auch wenn die Cowboys 2 nur der kleine Bruder des traditionsreichen GFL-Teams sind, so sind sie als Aufsteiger beachtlich in die Regionalliga eingestiegen. Zwar starteten sie mit der zu erwartenden deutlichen Niederlage gegen den Vorjahresmeister aus Fürstenfeldbruck, doch schon das nächste Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten Nürnberg ging nur knapp mit 22:26 verloren. Spätestens seit dem 42:30 Sieg am letzten Wochenende gegen den direkten Konkurrenten aus Burghausen sind die Hauptstädter in der Liga angekommen. Die Cowboys 2 profitieren zwar von der großen Cowboys-Familie, sind aber als komplett eigenständiges Team, mit eigenem Coaching-Staff und eigenen Sponsoren, anzusehen. Die gute Jugendarbeit bei den Münchnern und die gute finanzielle Ausstattung erlauben es Headcoach Sebastian Stock, sowohl auf Imports, aber eben auch auf gut ausgebildete Jugendspieler zu setzen. Und gerade die sind natürlich hoch motiviert sich in der dritten Liga zu beweisen und den Sprung ins Deutsche Footballoberhaus zu schaffen.

In Passau zu gewinnen, wird aber trotzdem nicht leicht werden. Die Angriffsformation der Pirates profitiert von der Rückkehr von Runningback Thomas Beismann, der seinem Beinamen Tank in den letzten beiden Spielen bereits wieder alle Ehre gemacht hat. Damit kann sich keine Verteidigung mehr nur um den gefährlichen Passauer Passangriff kümmern, sondern müssen auch Spieler in der Box lassen. Damit ergeben sich zwangsläufig Räume für die Receiver um Sebastian Krauss, Luis Hanssler und Simon Sipple. Zudem kommt noch die Passauer Allzweckwaffe Luca Barthmann, der gerade in engen Situationen den Unterschied ausmachen kann.

Entscheidend wird hier aber sein, dass die Offense den Ball und damit das Angriffsrecht nicht leichtfertig verliert. Vier Turnover standen am vergangenen Samstag zu Buche, was letzten Endes auch den Passauer Sieg verhinderte. Gefordert sein wird auch wieder die Defense um DC Andreas Walter. Auch die war in Landsberg bereits wesentlich besser und zwang den X-press oft zu langen dritten Versuchen. Dann aber passierten die angesprochenen individuellen Fehler. Da war es ein Griff ins Gesichtsgitter, dort der nicht zu Ende gespielte Tackle und schon blieben die Gastgeber doch in Ballbesitz. Hier will Coach Walter ansetzen und das Spiel der Verteidigung endlich durchziehen.

Mit dem starken Passauer Publikum, das sowohl von den Cheerleadern, als auch von den Ultras angepeitscht wird, im Rücken soll dann am Sonntag der Sieg eingefahren werden. Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt und auch der Wettergott verspricht ein weitaus angenehmeres Umfeld als noch beim ersten Heimspiel. Die Tore zur Sportanlage Oberhaus werden, wie gewohnt, um 14:00 Uhr öffnen.

Kleine Fehler machen den Unterschied

Mit 28:40 müssen sich die Pirates dem Vorjahresvizemeister aus München beugen

Am Muttertag fand auf Passau Oberhaus das erste Saisonheimspiel für die Passau Pirates statt. In der nunmehr zehnjährigen Geschichte das erste Heimspiel, bei dem es bereits bei Spielbeginn regnete. Dazu kamen die für Mitte Mai ungewöhnlich kühlen Temperaturen. Trotz der widrigen Verhältnisse und einer fehlenden Tribünenüberdachung wollten über 200 Zuschauer den ersten Auftritt der Eintrachtler Zuhause miterleben. Die Pirates konnten sich vor allem in Halbzeit zwei steigern, doch am Ende war es die Unerfahrenheit des Teams, das den Sieg kostete.

Die München Rangers starteten das Regionalligaduell mit der eigenen Angriffsformation, aber ohne den noch angeschlagenen Quarterback Brandon Watkins. Dafür führte Jari Kaperski als Spielmacher eine variabel aufspielende Offense auf das Feld. Von der eigenen 40 Yardlinie und mit einem, als Runningback eingesetzten, gut aufgelegten Keith Hilson schlossen die Gäste den ersten Drive gleich mit einem Touchdown ab. Der Passauer Defense gelang es aber den Extrapunkt zu blocken und so stand es nach wenigen Minuten 6:0. Da sich die Passauer Offense um Andrew Griffin nach nur drei Versuchen wieder vom Angriffsrecht verabschieden musste, startete München die zweite Serie bereits an der Mittellinie. Diese Chance ließen sich die routinierten Hauptstädter nicht entgehen und Koperski erhöhte mit einem 25 Yard-Touchdownpass auf Arne Pastoors auf 12:0. Die 2-Punkt Conversion wurde erneut von den Pirates gut verteidigt. Von der eigenen 35 Yardlinie starteten die Pirates nun die Aufholjagd. Mit einem Trickspielzug, einem Pass von Luis Hanssler auf Luca Barthmann war der Großteil des Feldes schnell überbrückt. Aus knapp 20 Yards Entfernung war es Coach Griffin selbst, der mit dem Pass ins hintere Eck der Endzone Luca Barthmann fand und den Anschlusstouchdown erzielte. Offenseliner Matthias v. Winnig erhöhte mit der erfolgreichen 2-Punkt Conversion auf den 8:12 Zwischenstand. Die Rangers konterten aber postwendend mit einem 25 Yard Touchdownpass von Kaperski auf Import Bryant Hayes, so dass es nach dem ersten Quarters bereits 8:19 stand.

Ein herausragender Kickoffreturn von Luis Hanssler brachte die Pirates zu Beginn des zweiten Abschnitts in der Münchener Hälfte gleich in eine gute Feldposition. Im dritten Versuch und Goal to go wurde Defenseliner Manuel Wucherer als Ballträger eingesetzt und der tankte sich die 8 Yards in die Endzone durch. Nach dem Kick von Barthmann stand es nur noch 15:19. Der Pirates Verteidigung gelang es dann erstmals den Angriff der Rangers zu stoppen und zum punten zu zwingen. Doch statt des erwarteten Befreiungsschlages packte Bryant Hayes einen Trickspielzug aus und hielt den Drive so am Leben. Mit seinem dritten Touchdownpass, diesmal auf Paul Wieberneit erhöhte Gästespielmacher Kaperski auf 15:26. Die Pirates wollten aber dranbleiben und setzten kurz vor der Halbzeitpause auf mehr Risiko. Das ging auch bis tief in die Hälfte der Münchner gut, doch dann fing Safety Lucky Dozier einen Pass von Griffin ab und beendete jäh den Passauer Angriff. Mit einem weiteren Touchdownpass auf Keith Hilson zogen die Rangers noch vor der Pause auf 15:33 davon.

Nach dem Pausentee bekamen die Pirates als erstes den Ball und die Feinjustierungen in der Pause schienen zu fruchten. Mit einem soliden 60 Yard Drive kämpfte sich der Passauer Angriff vor die Endzone der Rangers. Aus 3 Yards sorgte Andrew Griffin mit dem Touchdownlauf selbst für den Anschluß zum 22:33. Aber es war vor allem die Defense von Andreas Walter, die sich in der zweiten Halbzeit wesentlich besser präsentierte. Die nächste Münchener Serie beendete Defenseliner Tobias Gaderbauer mit einem Quarterbacksack für über 20 Yards Raumverlust. Die Offense konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Auch den nächsten Drive beendete die Verteidigung der DJK Eintracht unvermittelt. Einen der seltenen Fumbles von Keith Hilson konnte die Verteidigung erobern und somit weitere Punkte der Rangers verhindern. Dass der ehemalige Zehnkämpfer Luis Hanssler nicht über ein gesamtes Spiel kontrolliert werden kann bewies der anschließende Passauer Drive, der an der eigenen 10 gestartet wurde. Nach einem 30 Yardpass von Griffin war der Modellathlet nicht mehr zu stoppen und verkürzte auf 28:33 und die Pirates waren wieder dran.

Erneut zwang die Defense die Gäste in die Puntformation. Der Snap auf Bryant Hayes war schlecht, der brachte den Ball aber dennoch weg und die Passauer Verteidigung rauschte in den Mann. Die Strafe ein neues First Down für die Münchner. Der Punter selbst war es dann, der mit einem 7 Yard Touchdownlauf die 40 Punkte für die Rangers voll machte. Die Pirates versuchten innerhalb der letzten Minuten nochmals alles um zu punkten. Der ausgespielte vierte Versuch brachte aber nicht den notwendigen Raumgewinn und die Rangers konnten das Spiel auf dem Knie beenden. Passaus Cheftrainer Andrew Griffin war nach dem Spiel enttäuscht, fand aber schnell den ausschlaggebenden Punkt: „Unserem Team fehlt in vielen Dingen noch die Erfahrung. Wir haben gerade in der Defense viele neue Spieler eingebaut, die in ungewöhnlichen Situationen eben auch noch Fehler machen. Der Trickspielzug oder das broken play in den vierten Versuchen von München, so etwas haben viele auf dem Feld noch nicht erlebt. Da passieren dann Fehler und Fouls. Wir werden weiter arbeiten und mit der wachsenden Erfahrung, werden wir versuchen die Fehler zu minimieren.“ Dazu haben die Pirates nun zwei Wochen Zeit, ehe es am 25. Mai zum Auswärtsspiel nach Landsberg geht.

Statistik:
Passau Pirates vs. München Rangers
28:40 (8:19/7:14/7:0/6:7)

Starfen: Passau 8/70yds, München 5/35yds

Punkte Passau: Luca Barthmann 8 (TD Pass, 2XP), Manuel Wucherer 6 (TD Run) Luis Hanssler 6 (TD Pass), Andrew Griffin 6 (TD Run), Matthias v. Winnig 2 (2XP)

Zuschauer: 213

Heimspielauftakt bei den Pirates

DJK Eintracht-Footballer locken Mütter mit halben Eintritt

Endlich ist es wieder soweit! Die Footballlose Zeit in Passau ist wieder zu Ende. In den nächsten vier Monaten fliegt auf der Schulsportanlage Oberhaus wieder das Lederei durch die Luft. Für die Footballer der DJK Eintracht geht es in die zweite Saison in der drittklassigen Regionalliga.

Das Auftaktmatch vor zwei Wochen gegen die Burghausen Crusaders ging leider mit 20:56 verloren. Dabei hatten sich die Männer um Headcoach Andrew Griffin vorgenommen, besser in die Saison zu starten als noch vor einem Jahr, als es eine Auftaktniederlage gegen den Landsberg X-Press setzte. Da hatten die Pirates aber auch kein Vorbereitungsspiel absolviert. Diesmal haben die vielen Rookies, die die Coaches wieder in die erste Mannschaft eingebaut haben, zumindest schon einen Test gegen den Bayernligisten Regensburg Phönix absolviert.

Auch das erste Heimspiel, am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr, wird für die Freibeuter keine leichte Aufgabe. Mit den München Rangers gastiert der Vorjahresvizemeister in Passau. Headcoach David Spitz kann wieder auf die Qualitäten von US-Spielmacher Brandon Watkins vertrauen, der sich nach überstandener Operation wieder rechtzeitig zurückgemeldet hat. Dazu konnten die „Orangepride“ sich die Dienste von Keith Hill sichern, der nach einem Jahr in der Schweiz wieder zurück in Footballbayern ist. Durch seine Stationen bei den Straubing Spiders, den Kirchdorf Wildcats und den Ingolstadt Dukes konnte sich Hill bereits auf verschiedenen Offensepositionen präsentieren und wird den eher eindimensionalen Münchener Angriff der Vorsaison wesentlich unberechenbarer machen. Trotz dieser weiteren Verstärkungen verloren die Rangers am vergangenen Wochenende mit 14:20 in Landsberg. Die Marschrichtung für die Rangers ist für dieses Spiel also klar! Eine zweite Niederlage in Folge möchte Coach Spitz in jedem Fall vermeiden um nicht frühzeitig im Rennen um die Playoffplätze ins Hintertreffen zu geraten.

Bei den Passau Pirates hingegen muss sich das Team auf beiden Seiten des Balles steigern um den Favoriten aus München zu ärgern. In Burghausen marschierte die Offense um Andrew Griffin zwar gewohnt souverän über das Feld, konnte dann aber die Chancen in der gegnerischen Redzone kaum in Punkte verwandeln. Defense-Coach Andreas Walter hingegen hat mit seiner noch unerfahrenen Verteidigung die Herkulesaufgabe Rangers Spielmacher Brandon Watkins unter Druck zu setzen und seine eigenen Läufe zu unterbinden. Die Defenseline hat physisch in jedem Fall das Zeug dazu, dies auch in die Tat umzusetzen. Auch bei den Linebackern und vor allen Dingen im Defense Backfield ging in den letzten beiden Jahren viel Erfahrung verloren und die jungen Nachwuchsspieler müssen jetzt mit jedem Spiel wachsen. Die großen Namen in den Verteidigungsreihen der letzten Jahre haben sich zur Ruhe gesetzt und jetzt ist das gesamte Team gefragt, diese Lücken wieder zu schließen.

Am Sonntag geht es auf Oberhaus aber nicht nur um die schweren Jungs auf dem Rasen. Das Organisationsteam um Spartenleiter Detlef Paßberger möchte American Football nach wie vor als Familienevent verstanden haben. Deshalb gibt es neben der Stadionmusik von DJ Johannes auch wieder Auftritte der Cheerleader Pirates Brides, die während des Spiels an der Seitenlinie unterstützen und auch wieder eine Halbzeitshow liefern werden. Auch die Fangruppierung der Pirates Ultras werden wieder für Stimmung auf den Rängen sorgen und bieten selbstverständlich ab 12:00 Uhr bereits die Möglichkeit zum Tailgating auf dem vorgelagerten Parkplatz. Auch für das leibliche Wohl wird wieder mit typisch amerikanischen Leckerbissen gesorgt sein.

Weil der erste Heimspieltag mit Muttertag zusammenfällt, bieten die Pirates allen Müttern den halben Eintrittspreis an.

Die Tore zur Schulsportanlage öffnen, wie gewohnt, um 14:00 Uhr. Der Kickoff zum Spiel erfolgt dann pünktlich um 15:00 Uhr.

Passau Pirates U19 mit erstem Test und Ostercamp

-Die Mannschaft steht in den Startlöchern für die anstehende Saison-

Bereits am 14.4 konnte die U19-Tackle-Jugend der Passauer American Footballer ihr erstes Testspiel für die kommende Saison gegen die Starnberg Argonauts absolvieren. Da es sich hierbei um die erste Begegnung der erst vor eineinhalb Jahren wieder aufgebauten Jugend-Mannschaft handelte, war sowohl den Trainern als auch den Spielern die Anspannung deutlich anzumerken. Gestartet wurde mit drei Zehner-Serien um sowohl die Offense, als auch die Defense der Jungpiraten an die noch unbekannte Spielsituation zu gewöhnen. Mit dem Beginn des ersten Spielzugs war die anfängliche Unsicherheit und Aufregung allerdings dahin. Die Mannschaft konnte die unterschiedlichen Systeme testen und im anschließenden Probespiel erfolgreich umsetzen. Sowohl die Starnberger Coaches als auch die Passauer konnten ihre Spieler für ihr diszipliniertes und faires Aufeinandertreffen loben – Verletzungen blieben aus.

Dank der zahlreichen Helfer auf und abseits des Feldes konnten der Defensive Coordinator Peter Gradinger, Offense Coordinator Johannes Kurmis und Headcoach Max Kalhofer auf ausreichend Filmmaterial zurückgreifen und die jungen Freibeuter im Ostercamp und den noch kommenden Trainings weiter verbessern, bis am 04. Mai das erste Ligaspiel gegen Plattling(A) ansteht.

Abschließend noch ein Interview mit Coach Peter Gradinger zum Testspiel und den anstehenden Veränderungen in der Mannschaft:
Passau Pirates: Wenn du die Mannschaft mit zwei Eigenschaften beschreiben müsstest, was wären diese?
C. Peter: Die Antwort fällt mir leicht, Teamgeist und Disziplin. Das sind die Haupteigenschaften, die unsere Mannschaft auszeichnen. Genau das wollen wir Ihnen vorleben, sei es als Trainer oder auch selbst als Spieler in der Herrenmannschaft. Nur durch diese beiden Eigenschaften können sowohl Defense als auch Offense funktionieren.
PP: Was hat dir im Testspiel besonders gefallen und wo wollt ihr ansetzen, um die Mannschaft noch besser zu machen?
C.P: Gefallen hat mir besonders, dass die Jungs es sofort geschafft haben aus dem Trainingsmodus in den Spielmodus umzuschalten. Besonders hervorheben muss man hier in der Defense Alvin Ndalo und Jonas Krug, welche beide eine hervorragende Leistung abgerufen haben. Ein Ergebnis, das klar mit dem Trainingseifer der beiden einhergeht. Weniger gut war die Abstimmung der Spieler untereinander, das ist aber auf die mangelnde Erfahrung in Spielsituationen gegen andere Gegner zurückzuführen. Daran konnten wir explizit im Ostercamp arbeiten, da die Herrenmannschaft wieder zahlreiche Helfer abstellte, um andere Gegner und Bewegungsmuster zu simulieren.
PP: Haben Sie etwas, das Sie abschließend an unsere Leser weitergeben möchten?
C.P: Am 02. Juni findet unser erstes Heimspiel gegen die U19 der Rosenheim Rebels statt. Wer sich das noch nicht im Kalender markiert hat, sollte das so schnell wie möglich tun. Hier kann man sich aus erster Hand einen Ausblick auf die Zukunft des Passauer Footballs verschaffen. Wer keine Lust hat nur zuzusehen, darf uns auch gerne während der Trainingszeiten auf dem Sportgelände am Oberhaus (Mi./Fr. 18-20.00Uhr) besuchen und natürlich sofort mittrainieren.
PP: Ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche viel Glück und Erfolg in der anstehenden Saison!

Coach Griffin mit Test zufrieden

Beim 38:40 Test gegen Regensburg läuft schon Vieles gut

Die reinen Ergebnisse in Testspielen sind gerade im American Football eher nicht aussagekräftig. Diese Spiele dienen dem Trainerstab in erster Linie um Spielsysteme und Personal in der Breite unter Wettbewerbsbedingungen zu sehen. Auch für die Spieler ist der Adrenalinpegel ein anderer, wenn ein echter Gegner und die gesamte Schiedsrichtercrew auf dem Feld stehen. Am vergangenen Samstag waren die Rahmenbedingungen auf Passau Oberhaus nahezu perfekt. Ein gut gepflegter Rasenplatz, frisch gemäht, auf hohem Niveau markiert und vor allen Dingen trocken wartete auf die beiden Teams. Einzig die Temperaturen ließen noch etwas zu wünschen übrig.

Vielleicht lag es dann im ersten regulären Spielzug ja daran, dass sich Safety Daniel Brunner um ein paar Zentimeter Sprungkraft verschätzte und statt des abgefangenen Passes dann gleich ein 75 Yard Touchdwonpass für die Gäste fiel. Die Defense von Coach Walter schaffte es dann aber den Extrapunkt zu blocken. Im Gegenzug steuerte Coach Andrew Griffin seine Offense gewohnt souverän über den Platz und schloss die Serie mit einem 20 Yard Touchdownpass auf Luis Hanssler ab. Sehenswert war die 2-Punkt Conversion von Liner Matthias von Winnig, der den Ball zur 8:6 Führung in die Phönix-Endzone trug. Im Gegenzug bekam die Passauer Passverteidigung den quirligen Import-Widereceiver der Regensburger nur schwer in den Griff, was das Team um Coach Nichols wenig später wieder vor die Passauer Endzone brachte. Mit einem Quarterback Keeper über rechts und einem Pass in die Endzone holte Spielmacher Zach Whitehead die Führung für den Bayernligisten zurück. Die nächste Passauer Angriffsserie war von sehr kurzer Dauer. Rookierunningback Stefan Lichtenstein fumbelte den Ball in der eigenen Hälfte und Regensburg übernahm an der Passauer 20 Yardlinie. Jetzt bewährte sich aber das neue Defensekonzept von Andreas Walter und Regensburg konnte aus der hervorragenden Ausgangssituation kein Kapital schlagen. Von der eigenen 15 ging es für den Pirates-Angriff dann wieder quer über das gesamte Feld. An der Regensburger 10 entschied sich Griffin aufgrund des Testspielcharakters dann aber gegen das sichere Fieldgoal und spielte den vierten Versuch aus.

Regensburg wurde zu Beginn des zweiten Viertels zum Punt gezwungen und die Eintrachtler holten sich mit Touchdown von Hanssler und 2-Punkt Versuch von Sebastian Krauß die Führung zurück. Der Phönix konterte aber postwendend mit Touchdownpass und Extrapunkt zum 16:21. Die letzten Sekunden vor der Halbzeit ließ Griffin dann ungenutzt verstreichen.

Die Feinjustierung in der Halbzeitpause ging auf Passauer Seite offensichtlich erst einmal in die falsche Richtung. Einem weiteren Touchdownpass folgte ein 99 Yard Interception-Return Touchdown und Passau lag schnell mit 16:33 hinten. Aber auch auf Seiten der Phönix-Defense passierten in dieser frühen Saisonphase noch individuelle Fehler. So konnte QB Griffin die gesamte Verteidigung überlupfen und Sebatian Krauß erlief einen 85-Yard Touchdown. Auch der spätere 75 Yard Touchdownlauf von Stefan Lichtenstein, der noch im ersten Viertel den Ball verloren hatte, sprach dafür, dass hier ein neues Talent heranwächst und das Laufspiel der Pirates wieder verbessern könnte.

Überhaupt gaben die Coaches auf beiden Seiten den Rookies an diesem Nachmittag natürlich viel Spielzeit. So auch Receiver Talent Michael Brandtner, der den Schlußtouchdown zum 38:40 Endstand markieren konnte.

Auch wenn das Spiel von den Punkten her verloren ging, so war Coach Andrew Griffin beim anschließenden Interview doch voll zufrieden: „In einem Vorbereitungsspiel passieren teilweise dumme Fehler, die der Gegner dann auch sofort bestraft und in Punkte ummünzt. Letztes Jahr hatten wir dieses Vorbereitungsspiel in der ersten Halbzeit in Landsberg. Diese Saison gehen wir besser vorbereitet in das erste Punktspiel. Das Camp mit den Wildcats, das Scrimmage mit den Feldkirchen Lions und jetzt das Spiel gegen Regensburg waren für unser gesamtes Team wichtige Schritte um in zwei Wochen, sowohl körperlich, als auch vom Kopf her, fit in das erste Spiel gegen Burghausen gehen können.

Die Defense sieht bereits jetzt viel besser aus. Die D-Line bringt permanent Druck und das Team steht besser zusammen. Wo wir uns in den letzten Jahren auf die zurückgetretenen „Stars“ verlassen konnten, steht nun eine No-Name-Verteidigung, mit genügend Talent um sich im Laufe der Saison einen Namen zu machen. Insgesamt bin ich mit der Leistung und der Stimmung im Team voll zufrieden.“ Am kommenden Osterwochenende wird die Analyse des Testspiels dann aufgearbeitet und bis zum 27. April, dem Saisonstart bei den Burghausen Crusaders dann nachjustiert.

Statistik:
Passau Pirates vs. Regensburg Phönix
38:40 (8:14/8:7/6:19/16:0)

Das wird ein heißer Sommer

DJK Eintracht-Pirates treffen in der Regionalliga auf Burghausen, zwei Münchener Teams, Fürstenfeldbruck, Landsberg, Nürnberg, und Würzburg.

Bereits am vergangenen Wochenende startete für die Passau Pirates die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Ein gemeinsames Mini-Camp mit dem GFL-Team der Kirchdorf Wildcats bedeutete für das Team um Andrew Griffin und Andreas Walter drei große Praxiseinheiten auf Passauer Kunstrasenplätzen. Dazwischen standen die Videoauswertungen und Positionscoaching auf dem Programm. Die hervorragenden Rahmenbedingungen auf den Plätzen am Döbl-Dobl und am Reuthinger Weg stellten zu diesem Zeitpunkt für beide Footballteams eine erste Standortbestimmung dar. Über 70 Spieler und das gesamte Coachingstaff der Teams waren mit den Leistungen hoch zufrieden. „Bis zum Saisonstart Ende April haben wir noch viel Arbeit vor uns. Trotzdem war ich schon sehr zufrieden wie unsere Offense gegen eine GFL-Verteidigung aussah. In der Verteidigung haben wir die Abgänge von Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann zu kompensieren. Das wird noch etwas dauern, aber die Motivation ist hoch und alle ziehen mit.“, so Griffin nach den anstrengenden Einheiten.

Nun wurde auch der Spielplan der diesjährigen Regionalliga Süd veröffentlicht. Die Regionalliga Süd wird in diesem Jahr in zwei Gruppen gespielt, da durch den Rückzug der Nürnberg Rams aus der GFL2 die Liga auf acht Teams angewachsen ist. Weil der Meister dann am Ende der Saison noch gegen die Meister aus den Regionalligen Südwest und Mitte antreten muss, beschränkte der Verband die reguläre Saison auf zehn Spiele.

Die Passau Pirates treffen dabei auf den Vorjahreszweiten München Rangers, die Burghausen Crusaders und Aufsteiger Munich Cowboys 2 in einer Doppelrunde. Gegen die Teams aus der anderen Gruppe wird jeweils nur einmal gespielt. So führen die zwei Auswärtspartien zum Landsberg X-press und am letzten Spieltag zu den Nürnberg Rams. In den beiden zusätzlichen Heimspielen gastieren Meister Fürstenfeldbruck Razorbacks und die Würzburg Panthers auf Passau Oberhaus. Ziel für die Passau Pirates ist es in ihrer Gruppe zumindest zweiter hinter den favorisierten München Rangers zu werden.

Den nervenaufreibenden Abstiegskampf möchten die Eintrachtler in jedem Fall vermeiden. Denn anders als in den Vorjahren werden nach dieser Saison voraussichtlich zwei Teams, nämlich die jeweiligen Gruppenletzten, aus der Regionalliga absteigen. Bis zum Saisonauftakt am 27. April müssen die Pirates daher in erster Linie ihre Verteidigung stabilisieren und die vielen Rookies auf Regionalliganiveau bringen. Hier war im ersten Jahr in der dritten Liga die Achillesferse der Freibeuter. Mit 475 zugelassenen Gegenpunkten war man hier Schlusslicht der Liga. Dabei verloren die Pirates aber vier Spiele mit einem Touchdown oder weniger Differenz. In genau diesen Spielen machen Verteidigung und Specialteams den Unterschied.

Auch für die U19 Jugend der Pirates geht es in diesem Jahr in die erste Tacklesaison. Nach den guten Leistungen der vergangenen Flagsaison geht der Nachwuchs hoffnungsvoll in der Verbandsliga Ost an den Start. Hier trifft das Team um Quarterback Josef Eizenhammer auf die Mannschaften aus Burghausen, Rosenheim, Traunreut und Plattling. Für alle, die hier noch anheuern möchten, findet dazu am 8. März um 18:00 Uhr noch ein Jugend-Tryout in der Dreifachturnhalle in der Neuburger Straße statt.

SPIELPLAN:
Siehe Spielplan 2019

Die Gegner:

Burghausen Crusaders:
in der Regionalliga seit 2015
Trainer: HC Francesco Lanzani, DC Andreas Englbrecht
Imports: ja, Namen n.b.
Bilanz 2018: Platz 4, 4 Siege, 7 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: Regionalliga 2018, 2 Siege
Entfernung: 85 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 51

Fursty Razorbacks:
Regionalliga Süd Meister 2018
Trainer: HC Florian Müller, DC Lukas Schmid
Imports: #1 John Eddy (QB),
Bilanz 2018: Platz 1, 11 Siege, 1 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2 Siege, 0 Niederlagen
Mehrfache bayerische Jugendmeister, vierte Saison als GFL Juniors
Entfernung: 215 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 31

Landsberg X-press:
Regionalliga seit 2014,
Trainer: HC Jan Radewald (SH Unicorns)
Imports: Carnelius Smith RB/DB, Marice Sutton (D)
B Lukas Saurwein
Bilanz 2018: Platz 3, 8 Siege, 4 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2018 1:1
Entfernung: 250 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 36

München Rangers:
Vizemeister 2018
Trainer: HC David Spitz (Spieler bis 2016)
Imports: Brandon Watkins (QB), Lucky Dozier (S), Gabe Fleming (DE)
Bilanz 2018: Platz 2, 9 Siege, 2 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2 Siege, 0 Niederlagen
Entfernung: 195 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 27

Munich Cowboys 2:
Aufsteiger aus der Bayernliga
Trainer:
Imports: n.b.
Bilanz 2018: Platz 1, 12 Siege, 0 Niederlagen
Entfernung: 195 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 75

Würzburg Panthers:
Regionalliga seit 2017
Trainer: HC Martin Hanselmann
Imports: n.b., aber geplant
Bilanz 2018: Platz 6, 4 Siege, 8 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: Bayernliga Playoffs 2016, 1 Sieg
Bilanz 2018 1 Sieg, 1 Niederlage
Entfernung: 325 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 53

Nürnberg Rams:
Absteiger GFL2 (freiwilliger Rückzug)
Trainer: HC Eric Sumner, DC Rob Eliason
Imports: Ronnie Hicks II (DB)
Bilanz 2018: Platz 4, 8 Siege, 6 Niederlagen
Entfernung: 225 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 25

Pirates-Try-Outs am Sonntag in Schalding

Passauer Footballer steigen wieder voll ein

Mit dem 53. Superbowl ging an diesem Montag in den frühen Morgenstunden eine spannende Saison in der nordamerikanischen Profiliga NFL mit dem größten jährlichen Einzelsportereignis zu Ende. Auch wenn das Spiel selbst in erster Linie etwas für eingefleischte Defensespezialisten war, so gab es für die Footballer der DJK Eintracht Passau auch auf Seiten der Offense etwas zu feiern.

Wie bereits in den Vorjahren nutzte die Vorstandschaft um Detlef Paßberger, Christoph Sicklinger und Werner Kavcic die Superbowlparty im Passauer ProLi um die jährlichen Ehrungen für Individualsportler vorzunehmen. Im großen Rahmen wurden Luis Hannsler, Sebastian Schreiner, Luca Barthmann und Ierco de Oliveira ausgezeichnet.

Gleichzeitig stellte das Endspiel der New England Patriots gegen die LA Rams für die Passau Pirates auch den Startschuss in die Saison 2019 dar. Noch steht der Spielplan nicht endgültig fest, aber die Gegner sind zumindest bekannt. Durch den Rückzug der Nürnberg Rams aus der zweitklassigen GFL2 wurde die Regionalliga auf vorübergehende acht Teams aufgestockt. Um zu vermeiden, dass die künftige Meistermannschaft bis zu den Playoffs zu viele der kräftezehrenden Spiele austragen muss, wird in diesem Jahr in zwei Gruppen gespielt. In der Südgruppe treffen die Pirates auf die Burghausen Crusaders, die Munich Cowboys 2 und die München Rangers jeweils in Hin- und Rückspiel. Gegen die anderen vier Teams, Fursty Razorbacks, Nürnberg Rams, Würzburg Panthers und Landsberg X-press, wird jeweils nur eine Heim- oder Auswärtspartie gespielt.

Die Pirates wollen sich gegenüber dem Vorjahr, als sie erst kurz vor dem Saisonende den Klassenerhalt feiern durften, auf alle Fälle steigern und um einen Platz in der Spitzengruppe mitkämpfen.

Dazu bedarf es natürlich auch einer entsprechend üppigen Spielerdecke. Am kommenden Sonntag, 10.02.2019, um 10:00 Uhr haben Interessierte auf dem Kunstrasenplatz des SV Schalding-Heining die Möglichkeit sich in der taktisch geprägten Mannschaftssportart auszuprobieren. Dabei bietet American Football mit seinen vielen verschiedenen Positionen für jeden Sportlertyp eine entsprechende Herausforderung. Unter der fachkundigen Anleitung der Trainercrew um Andrew Griffin kann Mann sich dann bis Ende April noch in die Mannschaft arbeiten.

Die Ehrungen:

Offense MVP
Luis Hannsler

Defense MVP
Julian Riedlinger

Linemen of the Year
Frank Art

Rookie of the Year
Sebastian Krauss

Most Improved Player
Sebastian Schreiner

Special Team Player
Luca Bartmann

Officer of the Year
Ierco Marques de Oliveira

Merry Christmas 2018

Ein spannendes und sehr erfolgreiches Jahr 2018 in der Regionalliga neigt sich dem Ende zu.

Die Passau Pirates bedanken sich für ein tolles Jahr 2018 und wünschen allen Aktiven, Helfern, Fans und Freunden, Sponsoren und Unterstützern Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Pirates-Ref steigt auf

Markus Steiner hat mit der A-Lizenz nun die höchste Lizenzstufe erreicht

Ohne sie geht nichts im American Football und doch fallen sie am Liebsten gar nicht auf. Die Rede ist von den bis zu acht Schiedsrichtern, die die Spiele um das Lederei leiten. Einer, der nun schon seit neun Jahren vornehmlich auf den ostbayerischen Plätzen zu den sogenannten Zebras gehört, ist Markus Steiner. In Passau in erster Linie als Stadionsprecher der Pirates bekannt, steht er von April bis Oktober als Vereinsschiedsrichter aber noch viel öfter auf dem Gridiron.

Am vergangenen Wochenende hat Steiner nun den Sprung in die Elite der Deutschen Schiedsrichterzunft geschafft. Mit dem Bestehen der A-Lizenzprüfung ist nun für ihn der Weg zu Einsätzen in der 1. Bundesliga, der German Football League, und zu internationalen Turnieren offen. Dabei hat „Stanly“, wie er von seinen Freunden seit Jugendtagen genannt wird, erst vor neun Jahren mit dem Pfeifen angefangen. „Football ist eine Leidenschaft, die einen nicht mehr loslässt. Wie wohl die meisten von uns Schiedsrichtern, kam ich über die Gestellungspflicht der Vereine dazu. Bei Gründung der Pirates war ich schon knapp 40, und die Tage meiner Karriere als Aktiver bereits gezählt. Als Schiedsrichter ist man noch mitten drin im Geschehen, kann seine Liebe zum Spiel noch ausleben, es tut aber nicht so lange weh!“, so der frischgebackene A-Lizenzler.

Mehr als 140 Schiedsrichtereinsätze hat er seitdem bestritten, darunter auch zwei Jugendländerturniere, und dazu noch viele Stunden mit Theoriestudium verbracht. Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen aus Ostbayern und Mentor Thomas Plendl, der als langjähriger GFL-Schiedsrichter die Lerngruppe unterstützte, hat Steiner allein in diesem Sommer über 100 Stunden in die Vorbereitung auf die Prüfung investiert. Und der Aufwand hat sich bezahlt gemacht. Alle drei haben nun die Hürde zu Deutschlands Schiedsrichterelite übersprungen.

Doch jetzt fängt der Lernprozess erst richtig an weiß Steiner: „American Football entwickelt sich ständig weiter. In Deutschland spielen wir nach den NCAA Collegefootballregeln. Die werden jedes Jahr in Teilbereichen verändert um in dem harten Kontaktsport die Sicherheit der Spieler zu verbessern. Das bedeutet für uns einen ständigen Lernprozess und jedes Jahr eine neue Lizenzprüfung.“ Dieses Wissen wird der DJK Eintrachtler ab dem nächsten Frühjahr dann auch an den Schiedsrichternachwuchs weitergeben. Gemeinsam mit Mitstreiterin Cornelia Angermeier wird er im März 2019 den Einsteigerkurs leiten.

Unterdessen stehen die Tacklemannschaften der Pirates schon wieder in der Vorbereitung auf die nächste Regionalligasaison. Zu den über 40 Spielern der Vorsaison kamen nach dem ersten Tryout noch rund 25 Rookies dazu, die den Sport erlernen wollen. Headcoach Andrew Griffin zeigt sich auch von den ersten Trainingseinheiten begeistert: „Wir haben wieder viel neues Talent dazubekommen. Mit den Trainingszeiten auf den Passauer Kunstrasenplätzen haben wir sehr gute Möglichkeiten um lange draußen zu trainieren. Im Februar werden wir wieder mit dem GFL-Team der Kirchdorf Wildcats ein Camp durchführen. Da wollen wir einen Schritt weiter sein als letztes Jahr.“ Bis dahin müssen sich die Fans von American Football vorerst mit den Übertragungen aus der NFL zufrieden geben.