Kleine Fehler machen den Unterschied

Mit 28:40 müssen sich die Pirates dem Vorjahresvizemeister aus München beugen

Am Muttertag fand auf Passau Oberhaus das erste Saisonheimspiel für die Passau Pirates statt. In der nunmehr zehnjährigen Geschichte das erste Heimspiel, bei dem es bereits bei Spielbeginn regnete. Dazu kamen die für Mitte Mai ungewöhnlich kühlen Temperaturen. Trotz der widrigen Verhältnisse und einer fehlenden Tribünenüberdachung wollten über 200 Zuschauer den ersten Auftritt der Eintrachtler Zuhause miterleben. Die Pirates konnten sich vor allem in Halbzeit zwei steigern, doch am Ende war es die Unerfahrenheit des Teams, das den Sieg kostete.

Die München Rangers starteten das Regionalligaduell mit der eigenen Angriffsformation, aber ohne den noch angeschlagenen Quarterback Brandon Watkins. Dafür führte Jari Kaperski als Spielmacher eine variabel aufspielende Offense auf das Feld. Von der eigenen 40 Yardlinie und mit einem, als Runningback eingesetzten, gut aufgelegten Keith Hilson schlossen die Gäste den ersten Drive gleich mit einem Touchdown ab. Der Passauer Defense gelang es aber den Extrapunkt zu blocken und so stand es nach wenigen Minuten 6:0. Da sich die Passauer Offense um Andrew Griffin nach nur drei Versuchen wieder vom Angriffsrecht verabschieden musste, startete München die zweite Serie bereits an der Mittellinie. Diese Chance ließen sich die routinierten Hauptstädter nicht entgehen und Koperski erhöhte mit einem 25 Yard-Touchdownpass auf Arne Pastoors auf 12:0. Die 2-Punkt Conversion wurde erneut von den Pirates gut verteidigt. Von der eigenen 35 Yardlinie starteten die Pirates nun die Aufholjagd. Mit einem Trickspielzug, einem Pass von Luis Hanssler auf Luca Barthmann war der Großteil des Feldes schnell überbrückt. Aus knapp 20 Yards Entfernung war es Coach Griffin selbst, der mit dem Pass ins hintere Eck der Endzone Luca Barthmann fand und den Anschlusstouchdown erzielte. Offenseliner Matthias v. Winnig erhöhte mit der erfolgreichen 2-Punkt Conversion auf den 8:12 Zwischenstand. Die Rangers konterten aber postwendend mit einem 25 Yard Touchdownpass von Kaperski auf Import Bryant Hayes, so dass es nach dem ersten Quarters bereits 8:19 stand.

Ein herausragender Kickoffreturn von Luis Hanssler brachte die Pirates zu Beginn des zweiten Abschnitts in der Münchener Hälfte gleich in eine gute Feldposition. Im dritten Versuch und Goal to go wurde Defenseliner Manuel Wucherer als Ballträger eingesetzt und der tankte sich die 8 Yards in die Endzone durch. Nach dem Kick von Barthmann stand es nur noch 15:19. Der Pirates Verteidigung gelang es dann erstmals den Angriff der Rangers zu stoppen und zum punten zu zwingen. Doch statt des erwarteten Befreiungsschlages packte Bryant Hayes einen Trickspielzug aus und hielt den Drive so am Leben. Mit seinem dritten Touchdownpass, diesmal auf Paul Wieberneit erhöhte Gästespielmacher Kaperski auf 15:26. Die Pirates wollten aber dranbleiben und setzten kurz vor der Halbzeitpause auf mehr Risiko. Das ging auch bis tief in die Hälfte der Münchner gut, doch dann fing Safety Lucky Dozier einen Pass von Griffin ab und beendete jäh den Passauer Angriff. Mit einem weiteren Touchdownpass auf Keith Hilson zogen die Rangers noch vor der Pause auf 15:33 davon.

Nach dem Pausentee bekamen die Pirates als erstes den Ball und die Feinjustierungen in der Pause schienen zu fruchten. Mit einem soliden 60 Yard Drive kämpfte sich der Passauer Angriff vor die Endzone der Rangers. Aus 3 Yards sorgte Andrew Griffin mit dem Touchdownlauf selbst für den Anschluß zum 22:33. Aber es war vor allem die Defense von Andreas Walter, die sich in der zweiten Halbzeit wesentlich besser präsentierte. Die nächste Münchener Serie beendete Defenseliner Tobias Gaderbauer mit einem Quarterbacksack für über 20 Yards Raumverlust. Die Offense konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Auch den nächsten Drive beendete die Verteidigung der DJK Eintracht unvermittelt. Einen der seltenen Fumbles von Keith Hilson konnte die Verteidigung erobern und somit weitere Punkte der Rangers verhindern. Dass der ehemalige Zehnkämpfer Luis Hanssler nicht über ein gesamtes Spiel kontrolliert werden kann bewies der anschließende Passauer Drive, der an der eigenen 10 gestartet wurde. Nach einem 30 Yardpass von Griffin war der Modellathlet nicht mehr zu stoppen und verkürzte auf 28:33 und die Pirates waren wieder dran.

Erneut zwang die Defense die Gäste in die Puntformation. Der Snap auf Bryant Hayes war schlecht, der brachte den Ball aber dennoch weg und die Passauer Verteidigung rauschte in den Mann. Die Strafe ein neues First Down für die Münchner. Der Punter selbst war es dann, der mit einem 7 Yard Touchdownlauf die 40 Punkte für die Rangers voll machte. Die Pirates versuchten innerhalb der letzten Minuten nochmals alles um zu punkten. Der ausgespielte vierte Versuch brachte aber nicht den notwendigen Raumgewinn und die Rangers konnten das Spiel auf dem Knie beenden. Passaus Cheftrainer Andrew Griffin war nach dem Spiel enttäuscht, fand aber schnell den ausschlaggebenden Punkt: „Unserem Team fehlt in vielen Dingen noch die Erfahrung. Wir haben gerade in der Defense viele neue Spieler eingebaut, die in ungewöhnlichen Situationen eben auch noch Fehler machen. Der Trickspielzug oder das broken play in den vierten Versuchen von München, so etwas haben viele auf dem Feld noch nicht erlebt. Da passieren dann Fehler und Fouls. Wir werden weiter arbeiten und mit der wachsenden Erfahrung, werden wir versuchen die Fehler zu minimieren.“ Dazu haben die Pirates nun zwei Wochen Zeit, ehe es am 25. Mai zum Auswärtsspiel nach Landsberg geht.

Statistik:
Passau Pirates vs. München Rangers
28:40 (8:19/7:14/7:0/6:7)

Starfen: Passau 8/70yds, München 5/35yds

Punkte Passau: Luca Barthmann 8 (TD Pass, 2XP), Manuel Wucherer 6 (TD Run) Luis Hanssler 6 (TD Pass), Andrew Griffin 6 (TD Run), Matthias v. Winnig 2 (2XP)

Zuschauer: 213

Passau Pirates U19 mit erstem Test und Ostercamp

-Die Mannschaft steht in den Startlöchern für die anstehende Saison-

Bereits am 14.4 konnte die U19-Tackle-Jugend der Passauer American Footballer ihr erstes Testspiel für die kommende Saison gegen die Starnberg Argonauts absolvieren. Da es sich hierbei um die erste Begegnung der erst vor eineinhalb Jahren wieder aufgebauten Jugend-Mannschaft handelte, war sowohl den Trainern als auch den Spielern die Anspannung deutlich anzumerken. Gestartet wurde mit drei Zehner-Serien um sowohl die Offense, als auch die Defense der Jungpiraten an die noch unbekannte Spielsituation zu gewöhnen. Mit dem Beginn des ersten Spielzugs war die anfängliche Unsicherheit und Aufregung allerdings dahin. Die Mannschaft konnte die unterschiedlichen Systeme testen und im anschließenden Probespiel erfolgreich umsetzen. Sowohl die Starnberger Coaches als auch die Passauer konnten ihre Spieler für ihr diszipliniertes und faires Aufeinandertreffen loben – Verletzungen blieben aus.

Dank der zahlreichen Helfer auf und abseits des Feldes konnten der Defensive Coordinator Peter Gradinger, Offense Coordinator Johannes Kurmis und Headcoach Max Kalhofer auf ausreichend Filmmaterial zurückgreifen und die jungen Freibeuter im Ostercamp und den noch kommenden Trainings weiter verbessern, bis am 04. Mai das erste Ligaspiel gegen Plattling(A) ansteht.

Abschließend noch ein Interview mit Coach Peter Gradinger zum Testspiel und den anstehenden Veränderungen in der Mannschaft:
Passau Pirates: Wenn du die Mannschaft mit zwei Eigenschaften beschreiben müsstest, was wären diese?
C. Peter: Die Antwort fällt mir leicht, Teamgeist und Disziplin. Das sind die Haupteigenschaften, die unsere Mannschaft auszeichnen. Genau das wollen wir Ihnen vorleben, sei es als Trainer oder auch selbst als Spieler in der Herrenmannschaft. Nur durch diese beiden Eigenschaften können sowohl Defense als auch Offense funktionieren.
PP: Was hat dir im Testspiel besonders gefallen und wo wollt ihr ansetzen, um die Mannschaft noch besser zu machen?
C.P: Gefallen hat mir besonders, dass die Jungs es sofort geschafft haben aus dem Trainingsmodus in den Spielmodus umzuschalten. Besonders hervorheben muss man hier in der Defense Alvin Ndalo und Jonas Krug, welche beide eine hervorragende Leistung abgerufen haben. Ein Ergebnis, das klar mit dem Trainingseifer der beiden einhergeht. Weniger gut war die Abstimmung der Spieler untereinander, das ist aber auf die mangelnde Erfahrung in Spielsituationen gegen andere Gegner zurückzuführen. Daran konnten wir explizit im Ostercamp arbeiten, da die Herrenmannschaft wieder zahlreiche Helfer abstellte, um andere Gegner und Bewegungsmuster zu simulieren.
PP: Haben Sie etwas, das Sie abschließend an unsere Leser weitergeben möchten?
C.P: Am 02. Juni findet unser erstes Heimspiel gegen die U19 der Rosenheim Rebels statt. Wer sich das noch nicht im Kalender markiert hat, sollte das so schnell wie möglich tun. Hier kann man sich aus erster Hand einen Ausblick auf die Zukunft des Passauer Footballs verschaffen. Wer keine Lust hat nur zuzusehen, darf uns auch gerne während der Trainingszeiten auf dem Sportgelände am Oberhaus (Mi./Fr. 18-20.00Uhr) besuchen und natürlich sofort mittrainieren.
PP: Ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche viel Glück und Erfolg in der anstehenden Saison!

Coach Griffin mit Test zufrieden

Beim 38:40 Test gegen Regensburg läuft schon Vieles gut

Die reinen Ergebnisse in Testspielen sind gerade im American Football eher nicht aussagekräftig. Diese Spiele dienen dem Trainerstab in erster Linie um Spielsysteme und Personal in der Breite unter Wettbewerbsbedingungen zu sehen. Auch für die Spieler ist der Adrenalinpegel ein anderer, wenn ein echter Gegner und die gesamte Schiedsrichtercrew auf dem Feld stehen. Am vergangenen Samstag waren die Rahmenbedingungen auf Passau Oberhaus nahezu perfekt. Ein gut gepflegter Rasenplatz, frisch gemäht, auf hohem Niveau markiert und vor allen Dingen trocken wartete auf die beiden Teams. Einzig die Temperaturen ließen noch etwas zu wünschen übrig.

Vielleicht lag es dann im ersten regulären Spielzug ja daran, dass sich Safety Daniel Brunner um ein paar Zentimeter Sprungkraft verschätzte und statt des abgefangenen Passes dann gleich ein 75 Yard Touchdwonpass für die Gäste fiel. Die Defense von Coach Walter schaffte es dann aber den Extrapunkt zu blocken. Im Gegenzug steuerte Coach Andrew Griffin seine Offense gewohnt souverän über den Platz und schloss die Serie mit einem 20 Yard Touchdownpass auf Luis Hanssler ab. Sehenswert war die 2-Punkt Conversion von Liner Matthias von Winnig, der den Ball zur 8:6 Führung in die Phönix-Endzone trug. Im Gegenzug bekam die Passauer Passverteidigung den quirligen Import-Widereceiver der Regensburger nur schwer in den Griff, was das Team um Coach Nichols wenig später wieder vor die Passauer Endzone brachte. Mit einem Quarterback Keeper über rechts und einem Pass in die Endzone holte Spielmacher Zach Whitehead die Führung für den Bayernligisten zurück. Die nächste Passauer Angriffsserie war von sehr kurzer Dauer. Rookierunningback Stefan Lichtenstein fumbelte den Ball in der eigenen Hälfte und Regensburg übernahm an der Passauer 20 Yardlinie. Jetzt bewährte sich aber das neue Defensekonzept von Andreas Walter und Regensburg konnte aus der hervorragenden Ausgangssituation kein Kapital schlagen. Von der eigenen 15 ging es für den Pirates-Angriff dann wieder quer über das gesamte Feld. An der Regensburger 10 entschied sich Griffin aufgrund des Testspielcharakters dann aber gegen das sichere Fieldgoal und spielte den vierten Versuch aus.

Regensburg wurde zu Beginn des zweiten Viertels zum Punt gezwungen und die Eintrachtler holten sich mit Touchdown von Hanssler und 2-Punkt Versuch von Sebastian Krauß die Führung zurück. Der Phönix konterte aber postwendend mit Touchdownpass und Extrapunkt zum 16:21. Die letzten Sekunden vor der Halbzeit ließ Griffin dann ungenutzt verstreichen.

Die Feinjustierung in der Halbzeitpause ging auf Passauer Seite offensichtlich erst einmal in die falsche Richtung. Einem weiteren Touchdownpass folgte ein 99 Yard Interception-Return Touchdown und Passau lag schnell mit 16:33 hinten. Aber auch auf Seiten der Phönix-Defense passierten in dieser frühen Saisonphase noch individuelle Fehler. So konnte QB Griffin die gesamte Verteidigung überlupfen und Sebatian Krauß erlief einen 85-Yard Touchdown. Auch der spätere 75 Yard Touchdownlauf von Stefan Lichtenstein, der noch im ersten Viertel den Ball verloren hatte, sprach dafür, dass hier ein neues Talent heranwächst und das Laufspiel der Pirates wieder verbessern könnte.

Überhaupt gaben die Coaches auf beiden Seiten den Rookies an diesem Nachmittag natürlich viel Spielzeit. So auch Receiver Talent Michael Brandtner, der den Schlußtouchdown zum 38:40 Endstand markieren konnte.

Auch wenn das Spiel von den Punkten her verloren ging, so war Coach Andrew Griffin beim anschließenden Interview doch voll zufrieden: „In einem Vorbereitungsspiel passieren teilweise dumme Fehler, die der Gegner dann auch sofort bestraft und in Punkte ummünzt. Letztes Jahr hatten wir dieses Vorbereitungsspiel in der ersten Halbzeit in Landsberg. Diese Saison gehen wir besser vorbereitet in das erste Punktspiel. Das Camp mit den Wildcats, das Scrimmage mit den Feldkirchen Lions und jetzt das Spiel gegen Regensburg waren für unser gesamtes Team wichtige Schritte um in zwei Wochen, sowohl körperlich, als auch vom Kopf her, fit in das erste Spiel gegen Burghausen gehen können.

Die Defense sieht bereits jetzt viel besser aus. Die D-Line bringt permanent Druck und das Team steht besser zusammen. Wo wir uns in den letzten Jahren auf die zurückgetretenen „Stars“ verlassen konnten, steht nun eine No-Name-Verteidigung, mit genügend Talent um sich im Laufe der Saison einen Namen zu machen. Insgesamt bin ich mit der Leistung und der Stimmung im Team voll zufrieden.“ Am kommenden Osterwochenende wird die Analyse des Testspiels dann aufgearbeitet und bis zum 27. April, dem Saisonstart bei den Burghausen Crusaders dann nachjustiert.

Statistik:
Passau Pirates vs. Regensburg Phönix
38:40 (8:14/8:7/6:19/16:0)

Das wird ein heißer Sommer

DJK Eintracht-Pirates treffen in der Regionalliga auf Burghausen, zwei Münchener Teams, Fürstenfeldbruck, Landsberg, Nürnberg, und Würzburg.

Bereits am vergangenen Wochenende startete für die Passau Pirates die heiße Phase der Saisonvorbereitung. Ein gemeinsames Mini-Camp mit dem GFL-Team der Kirchdorf Wildcats bedeutete für das Team um Andrew Griffin und Andreas Walter drei große Praxiseinheiten auf Passauer Kunstrasenplätzen. Dazwischen standen die Videoauswertungen und Positionscoaching auf dem Programm. Die hervorragenden Rahmenbedingungen auf den Plätzen am Döbl-Dobl und am Reuthinger Weg stellten zu diesem Zeitpunkt für beide Footballteams eine erste Standortbestimmung dar. Über 70 Spieler und das gesamte Coachingstaff der Teams waren mit den Leistungen hoch zufrieden. „Bis zum Saisonstart Ende April haben wir noch viel Arbeit vor uns. Trotzdem war ich schon sehr zufrieden wie unsere Offense gegen eine GFL-Verteidigung aussah. In der Verteidigung haben wir die Abgänge von Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann zu kompensieren. Das wird noch etwas dauern, aber die Motivation ist hoch und alle ziehen mit.“, so Griffin nach den anstrengenden Einheiten.

Nun wurde auch der Spielplan der diesjährigen Regionalliga Süd veröffentlicht. Die Regionalliga Süd wird in diesem Jahr in zwei Gruppen gespielt, da durch den Rückzug der Nürnberg Rams aus der GFL2 die Liga auf acht Teams angewachsen ist. Weil der Meister dann am Ende der Saison noch gegen die Meister aus den Regionalligen Südwest und Mitte antreten muss, beschränkte der Verband die reguläre Saison auf zehn Spiele.

Die Passau Pirates treffen dabei auf den Vorjahreszweiten München Rangers, die Burghausen Crusaders und Aufsteiger Munich Cowboys 2 in einer Doppelrunde. Gegen die Teams aus der anderen Gruppe wird jeweils nur einmal gespielt. So führen die zwei Auswärtspartien zum Landsberg X-press und am letzten Spieltag zu den Nürnberg Rams. In den beiden zusätzlichen Heimspielen gastieren Meister Fürstenfeldbruck Razorbacks und die Würzburg Panthers auf Passau Oberhaus. Ziel für die Passau Pirates ist es in ihrer Gruppe zumindest zweiter hinter den favorisierten München Rangers zu werden.

Den nervenaufreibenden Abstiegskampf möchten die Eintrachtler in jedem Fall vermeiden. Denn anders als in den Vorjahren werden nach dieser Saison voraussichtlich zwei Teams, nämlich die jeweiligen Gruppenletzten, aus der Regionalliga absteigen. Bis zum Saisonauftakt am 27. April müssen die Pirates daher in erster Linie ihre Verteidigung stabilisieren und die vielen Rookies auf Regionalliganiveau bringen. Hier war im ersten Jahr in der dritten Liga die Achillesferse der Freibeuter. Mit 475 zugelassenen Gegenpunkten war man hier Schlusslicht der Liga. Dabei verloren die Pirates aber vier Spiele mit einem Touchdown oder weniger Differenz. In genau diesen Spielen machen Verteidigung und Specialteams den Unterschied.

Auch für die U19 Jugend der Pirates geht es in diesem Jahr in die erste Tacklesaison. Nach den guten Leistungen der vergangenen Flagsaison geht der Nachwuchs hoffnungsvoll in der Verbandsliga Ost an den Start. Hier trifft das Team um Quarterback Josef Eizenhammer auf die Mannschaften aus Burghausen, Rosenheim, Traunreut und Plattling. Für alle, die hier noch anheuern möchten, findet dazu am 8. März um 18:00 Uhr noch ein Jugend-Tryout in der Dreifachturnhalle in der Neuburger Straße statt.

SPIELPLAN:
Siehe Spielplan 2019

Die Gegner:

Burghausen Crusaders:
in der Regionalliga seit 2015
Trainer: HC Francesco Lanzani, DC Andreas Englbrecht
Imports: ja, Namen n.b.
Bilanz 2018: Platz 4, 4 Siege, 7 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: Regionalliga 2018, 2 Siege
Entfernung: 85 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 51

Fursty Razorbacks:
Regionalliga Süd Meister 2018
Trainer: HC Florian Müller, DC Lukas Schmid
Imports: #1 John Eddy (QB),
Bilanz 2018: Platz 1, 11 Siege, 1 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2 Siege, 0 Niederlagen
Mehrfache bayerische Jugendmeister, vierte Saison als GFL Juniors
Entfernung: 215 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 31

Landsberg X-press:
Regionalliga seit 2014,
Trainer: HC Jan Radewald (SH Unicorns)
Imports: Carnelius Smith RB/DB, Marice Sutton (D)
B Lukas Saurwein
Bilanz 2018: Platz 3, 8 Siege, 4 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2018 1:1
Entfernung: 250 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 36

München Rangers:
Vizemeister 2018
Trainer: HC David Spitz (Spieler bis 2016)
Imports: Brandon Watkins (QB), Lucky Dozier (S), Gabe Fleming (DE)
Bilanz 2018: Platz 2, 9 Siege, 2 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: 2 Siege, 0 Niederlagen
Entfernung: 195 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 27

Munich Cowboys 2:
Aufsteiger aus der Bayernliga
Trainer:
Imports: n.b.
Bilanz 2018: Platz 1, 12 Siege, 0 Niederlagen
Entfernung: 195 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 75

Würzburg Panthers:
Regionalliga seit 2017
Trainer: HC Martin Hanselmann
Imports: n.b., aber geplant
Bilanz 2018: Platz 6, 4 Siege, 8 Niederlagen
Bilanz gegen Pirates: Bayernliga Playoffs 2016, 1 Sieg
Bilanz 2018 1 Sieg, 1 Niederlage
Entfernung: 325 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 53

Nürnberg Rams:
Absteiger GFL2 (freiwilliger Rückzug)
Trainer: HC Eric Sumner, DC Rob Eliason
Imports: Ronnie Hicks II (DB)
Bilanz 2018: Platz 4, 8 Siege, 6 Niederlagen
Entfernung: 225 km
Rang Deutschland-Ranking f-a : 25

Defense

Defensive Line (auch D-Line oder DL)

Die Defensive Line ist ein Teil der Defense und besteht aus drei bis fünf Spielern. Dabei unterscheidet man die Defensive Ends (DE), die an den Außenseiten der D-Line positioniert sind, und die Defensive Tackles (DT), die innen stehen. In Formationen mit einer ungeraden Anzahl von DT wird der mittlere oft als Nose Tackle (NT) bezeichnet, da er dem gegnerischen Center und damit der Offensive Line mittig gegenübersteht.

Tackles und Ends unterscheiden sich zudem in ihrer Physis. Ends müssen schneller und wendiger sein. Sie müssen Laufspielzüge über die Außenseite verhindern, aber auch den Quarterback (QB) unter Druck setzen können.

Die Defensive Tackles sind schwerer, da bei ihnen Kraft wichtiger ist als Agilität. Ihre Aufgabe ist es Läufe durch die Mitte zu verhindern und ebenfalls Druck auf den QB auszuüben.


Linebacker (LB)

Der Linebacker spielt in der Mitte der Verteidigung, hinter der Defensive Line und vor den Safety/Defensive Backs. Zudem führt einer von ihnen auch meistens den Huddle, d. h. er sagt für die verteidigende Mannschaft den Spielzug an und klärt Details.

Zum einen kann man Linebacker in Inside bzw. Middle und Outside Linebacker unterteilen.

Zum anderen richten sich die Linebacker mit ihrer Aufstellung manchmal auch nach der Offense.

Die Anforderungen an den „idealen“ Linebacker sind extrem hoch. Des Weiteren sind Spielübersicht und Erfahrung vonnöten, da dieser meist als Spielführer der verteidigenden Mannschaft fungiert. Ein Linebacker darf außerdem keine Angst vor dem Kontakt haben, da es meistens er ist, der als erster mit dem mit Höchstgeschwindigkeit ankommenden Runningback in Berührung kommt. Darüber hinaus muss der Linebacker auch die Verteidigung gegen den Pass beherrschen, um so effektiv gegen kurze Pässe gerade auf Runningbacks und Tight Ends vorgehen zu können.


Defensive Backs (DB)

Defensive Backs sind die letzte Verteidigungsreihe (nach den Defensive Linemen und den Linebackern) der Defense.

Das Defensive Backfield besteht aus Safeties und Cornerbacks, deren Hauptaufgabe die Verteidigung des gegnerischen Passspiels ist. In den typischen Abwehrformationen gibt es jeweils zwei Safeties und zwei Cornerbacks.

Bei den Safeties handelt es sich um einen Strong Safety der nahe der Line of Scrimmage bei der Verteidigung der Laufspiele eingesetzt wird und dem Free Safety, der als letzter Mann insbesondere für die Verteidigung tiefer Pässe zuständig ist.

Die beiden Cornerbacks spielen als Manndecker nah an den gegnerischen WideReceivern, um ihnen Passfänge zu verwehren. Dies geht von reiner Manndeckung (man to man coverage) bis zur Zonenverteidigung (zone coverage).

Offense

Offensive Line (auch O-Line oder OL)

Die Offensive Line ist die Linie von Spielern, die direkt vor dem Quarterback und an vorderster Front der Offense steht. Sie besteht aus fünf Spielern: einem Center, zwei Guards und zwei Tackles.

Im American Football müssen immer sieben Spieler an der Line of Scrimmage (Linie, an der der Spielzug beginnt) stehen, von denen nur die äußeren beiden(Tight End und Wide Receiver) passberechtigt sind, das heißt einen Ball fangen dürfen (siehe Skizze: der Tight End und der rechte Wide Receiver stehen wie die Linemen an der Line, während der linke Receiver nach hinten versetzt aufgestellt ist).

Die Offensive Line darf nur blocken. D.h. ankommende Gegner der Defense werden vom Tacklen abgehalten. Festhalten oder Ähnliches ist verboten und wird bestraft.

Des Weiteren dürfen Offensive Linemen keine Pässe nach vorne berühren, weshalb sie mit Abstand am seltensten in Ballbesitz kommen (wenn, dann aufgrund eines Fumbles oder eines Rückpass).

Sie tragen immer Nummern zwischen 50-79 (diese Nummern signalisieren in der Offense, dass die Spieler nicht passempfangsberechtigt sind).

Bei Blocks wird zwischen zwei Arten unterschieden:

  • Run Block: Der Gegner wird nach vorn und – nach Bedarf – zur Seite geschoben, damit dem Ballträger eine Passage freigemacht wird. Dabei schafft die Offense meist auf einer Seite oder an einer Stelle ein Übergewicht an Blockern, denen auch eventuell Tight Ends und Fullbacks angehören.
  • Pass Block: Hier gehen die Offensive Linemen nach hinten und bilden einen Halbkreis, der aussieht wie eine Tasche (engl. Pocket), um den Quarterback zu schützen. Bei Passspielzügen dürfen OL Spieler die Line of Scrimmage nicht übertreten, bevor der Pass gespielt ist.

Offensive Linemen sind für den Zuschauer eher „unsichtbar“, da sie nie den Ball tragen, sondern den Ballträgern „nur“ das eigentliche Spiel ermöglichen. Daher werden sie vom durchschnittlichen Zuschauer meist nur bei einem von ihnen verursachten False Start oder Holding bemerkt.

Der Center (C) ist im Zentrum der Offensive Line. Seine Aufgabe besteht darin, dass er mit dem Durchreichen des Balles durch seine Beine zum Quarterback (QB), Punter oder zum Holder, den Spielzug beginnt. Dies geschieht entweder „direkt“, durch Übergabe oder durch Wurf des Balls zwischen den Beinen hindurch nach hinten. Dieser Vorgang wird als Snap bezeichnet; bei den eben beschriebenen “Würfen” des Centers wird dieser zum Long Snapper (LS).

Die Guards (G) stehen links und rechts neben dem Center. Ihre Aufgabe ist es ebenfalls, dem Quarterback Defensive Linemen und Linebacker vom Leib zu halten, wenn dieser den Ball passen möchte. Während eines Laufspielzugs sind Guards oft Teil von sogenannten Pull-Manövern, das heißt sie blocken nicht gerade nach vorn, sondern machen einen Schritt zurück hinter die Line und bewegen sich dann zu einer Seite.

Der Tackle (T oder manchmal auch OT, da es auch einen Tackle in der Defensive Line [DT] gibt) stellt die Außenposition auf jeder Seite der Offensive Line dar. Auch sie müssen die anstürmenden Spieler der Defense aufhalten.


Quarterback (QB)

Der Quarterback ist der Spielgestalter und damit der Kopf der Offense. Er teilt seinem Team den nächsten Spielzug mit und setzt ihn um. Ein guter Quarterback muss in der Lage sein den geplanten Spielzug an die Gegebenheiten und die Reaktionen der gegnerischen Defensive anzupassen.

Nach dem Snap, wenn der Quarterback den Ball von dem vor ihm stehenden Spieler, dem Center, erhält, wird er versuchen den Ball zu werfen oder ihn einem anderen Spieler zu übergeben. Er kann auch mit dem Ball laufen und selbst versuchen, Raumgewinn zu erzielen (Scrambling).

Wird der Quarterback von der gegnerischen Defense hinter der Line of Scrimmage, mit dem Ball in der Hand zu Boden gebracht, spricht man von einem Sack und der Spielzug endet mit Raumverlust. Verliert er dabei den Ball, bevor er zu Boden gebracht wird, so ist dies ein Fumble. Der Ball ist frei und kann von jedem Spieler, auch den Gegenspielern aufgenommen werden (Fumble Recovery).


Wide Receiver (WR)

Der Wide Receiver ist der Passempfänger des Quarterbacks. Nach dem Snap des Centers zum Quarterback läuft er die Route des Spielzugs, der im Huddle angesagt wurde. Der Quarterback versucht mit einem zielgenauen Pass, dem Receiver den Ball in den Lauf zu werfen. Dieser muss den Ball unter Kontrolle bringen, bevor der Ball den Boden berührt. Beim Fangen des Balles wird der Receiver von den Cornerbacks, Linebackern und Safeties behindert. Diese versuchen, den Ball für eine Interception abzufangen oder aber zumindest den Ball so wegzuschlagen, dass der Receiver ihn nicht mehr erreichen kann.

Ziel des Receivers ist es, den Ball zu fangen und ihn anschließend in die Endzone zu tragen bzw. den Ball in der Endzone zu fangen, um so einen Touchdown zu erzielen. Der Receiver darf den Ball nur innerhalb des Feldes fangen. Das bedeutet, dass der Receiver mit einem Körperteil innerhalb des Spielfeldes den Boden berühren muss, z. B. mit dem Fuß.

Der Receiver darf vom Verteidiger erst gestört, d. h. berührt, werden, wenn dieser dabei ist den Ball zu fangen. Kommt die Störung bereits vorher, nennt man dies Defensive Pass Interference, ein Foul, nach dem die Defense eine 15 Yard Raumstrafe erhält. Andererseits darf auch der Receiver den Verteidiger nicht frühzeitig stören, um eine Interception zu verhindern. Dies wird mit 10 Yards Raumstrafe für die Angriffsmannschaft bestraft.

Dem Wide Receiver, der sich normalerweise – wie jeder Spieler der Offense vor dem Anspiel durch den Center – nicht bewegen darf, ist es unter bestimmten Umständen erlaubt, doch die Position zu ändern (Man in Motion). Ein Wide Receiver muss Rückennummern zwischen 1-49 oder 80-99 tragen um passempfangsberechtigt zu sein.


Runningback (RB)

Der Runningback ist eine Spielposition in der Offense. Der Runningback ist der für das Laufspiel verantwortliche Spieler. Der Runningback trägt den Ball in der Hand und versucht sich einen Weg durch die gegnerische Defense zu schlagen. Nach dem Snap des Centers zum Quarterback übergibt dieser den Ball an den Runningback, der in der Ausgangsstellung der am weitesten hinten stehende Spieler der Offensive ist. Zunächst muss er versuchen an der Defensive Line vorbei zu kommen. Dabei hilft ihm seine Offensive Line (Center, Tackles und Guards), die ihm den Weg frei blocken soll. Danach muss der Runningback den Linebackern und Safeties ausweichen. Gelingt ihm dies, schafft er es ins offene Feld und läuft in die Endzone, um einen Touchdown zu erzielen.

Ein guter Runningback zeichnet sich zunächst durch seine Schnelligkeit aus. Er sollte in der Lage sein, jeden Gegenspieler im Sprint zu schlagen.

Runningbacks unterteilt man außerdem in Halfbacks und Fullbacks. Der Halfback ist dabei der typische oben beschriebene Agile oder Kräftige. Der Fullback dagegen ist von Natur aus schwerer und wird oft als Sicherheitsoption eingesetzt. Zusätzlich werden Fullbacks auch für den Passblock und für den Halfback als Vorblocker eingesetzt.

Das Schlimmste, was einem Runningback geschehen kann, ist, dass er den Ball fumbelt. Das bedeutet, er verliert den Ball, bevor mindestens eines seiner Knie oder einer seiner Ellenbogen den Boden berührt hat. Die Mannschaft, die den Ball aufnimmt, hat an dieser Stelle dann Angriffsrecht.

Oft wird der Runningback auch als Passempfänger für kurze Distanzen genutzt.