Ein Passauer für die NFL

Pirates Schiedsrichter Markus Steiner stand beim Munich-Game mit auf dem Platz

Von Vinzenz Margreiter

Auch Football Desinteressierte sind an dem Megaevent in München schwer vorbeigekommen: Das NFL-Spiel zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Seattle Seahawks am 13. November füllte die ganze Stadt mit Footballfans aus ganz Deutschland und wurde auch in den Medien entsprechend gefeiert. Einer kam den Stars um NFL-Legende Tom Brady dabei besonders nahe: Markus, genannt „Stanly“ Steiner war Teil des Schiedsrichtergespanns, das die Partie auf dem Rasen begleitete. Durch eine erfolgreiche Bewerbung wurde der langjährige Referee der Passau Pirates Teil der deutsch besetzten, sechsköpfigen Chaincrew, die an der Seitenlinie mit der 10-Yard-Kette die Line of Scrimmage und den Abstand zum nächsten First Down markiert. Der niederbayerische Radiosender UnserRadio hat Steiner nach dem Spiel gefragt, wie es dazu kam: „Die NFL hat bei Schiedsrichterkollegen von mir aus Berlin angefragt, ob wir deutsche Schiedsrichter haben, die das gern machen würden. Dann konnte man sich im August dafür bewerben, und ich habe dann Anfang Oktober Bescheid gekriegt, dass ich dabei bin.“

Schon für den Samstag war der Passauer nach München in den Bayerischen Hof eingeladen, um den Rest des Schiedsrichtergespanns kennenzulernen und den genauen Ablauf und Besonderheiten der Leitung einer NFL-Partie durchzugehen. Am Sonntag vor dem Spiel wurden die deutschen Refs dann in schwarzen Luxusvans zum Stadion eskortiert, wo sie mit der nötigen Ausrüstung ausgestattet wurden und Gelegenheit hatten, bekannte Gesichter aus Footballdeutschland wie das RAN NFL-Team kennenzulernen. An der Seitenlinie konnte während des Spiels dann auch mit den Stars der beiden Mannschaften das ein oder andere Wort gewechselt werden.

Vor allem die Stadionatmosphäre in der Allianz Arena, in der die Fans kurz vor Ende des Spiels John Denvers Welthit „Country Roads“ anstimmten, machte den Tag für Stanly Steiner dann zu einem unvergesslichen Erlebnis. „Die Stimmung gestern war gefühlt tausendmal besser als bei jedem Bayernspiel, bei dem ich im Stadion war. Es ist wirklich unvorstellbar, knapp 70.000 Zuschauer in diesem Stadion, die sich im Grunde mit dem Einlauf der Mannschaften komplett über 3 Stunden selber feiern, das war tatsächlich etwas, das nicht nur mich beeindruckt hat, sondern vor allen Dingen auch die Amerikaner beeindruckt hat, mit denen ich mich nach dem Spiel dann noch unterhalten habe. Eine grandiose Leistung der deutschen Footballfans.“, kommentierte Steiner die Stimmung gegenüber UnserRadio.

Die Tampa Bay Buccaners um Tom Brady konnten das Spiel am Ende knapp mit 21-16 für sich entscheiden. Der Tag war für Stanly Steiner damit aber noch nicht zu Ende. Auf der Afterparty in der Rooftopbar des Bayerischen Hof wurde der Abend ausklingen lassen und es war von Seiten der amerikanischen Gäste noch einmal seine Expertise beim bayerischen Buffet gefragt.

Finale dahoam!

Die U19-Mannschaft der Passau Pirates hat das Finale um die bayerische Meisterschaft im Flag-Football auf das Oberhaus geholt

von Vinzenz Margreiter und Lily Paßberger

Am Sonntag war es so weit: Das U19 Flag-Team der Passau Pirates kämpfte um die bayerische Meisterschaft, und das vor heimischem Publikum am Sportplatz an der Veste Oberhaus. Hier mussten sich die jungen Piraten gleich 5 Mannschaften aus ganz Bayern stellen. In der Gruppenphase trafen sie dafür als erstes auf die Fursty Razorbacks aus Fürstenfeldbruck, denen sie 47:0 unterlagen. Später ging es gegen die Nürnberg Rams. Auch hier zogen die Junioren der Pirates den Kürzeren. Zwar brachten sie 38 Punkte auf das Scoreboard, die Rams konnten sich aber mit 57 Punkten durchsetzen. In der zweiten Gruppe kämpften die Schweinfurt Hornets, die Straubing Spiders und die Bad Tölz Capricorns um die Teilnahme am Finalspiel. Schlussendlich setzten sich die Fursty Razorbacks gegen die Schweinfurt Hornets durch und holten sich den Meistertitel. Die Hornets belegten Rang 2 und Platz 3 sicherten sich die Nürnberg Rams. Für die Zuschauer wurden zur Verpflegung die berühmten Pirates-Burger gebrutzelt, außerdem gab es ein Kuchenbuffet.

Dass die Pirates es nicht auf das Siegertreppchen geschafft haben ist für sie zweitrangig und sie gehen keineswegs geknickt aus der bayerischen Meisterschaft. Offense Coordinator Sebastian Schreiner ist mächtig stolz auf seine Jugendmannschaft: „Man muss bedenken, dass wir mit Fursty gleich als Erstes auf den späteren bayerischen Meister getroffen sind und dann als nächstes auf den Drittplatzierten des Turniers, die Nürnberg Rams. Hinzu kommt, dass wir ein Drittel der Spieler hatten, verglichen mit den anderen Mannschaften. Die Jungs haben alles gegeben und super gespielt. Ich als Trainer bin zufrieden und stolz und habe Lust auf mehr!“ Schreiner lobt den Quarterback der U19-Jugendmannschaft, Florian Hanusch, für den es die erste bayerische Meisterschaft war und welcher einen großen Sprung nach vorne gemacht habe. Für Victor Midavaine als langjähriger Jugendspieler der Pirates war es bereits die dritte bayerische Meisterschaft und vorerst letzte Footballsaison, da für ihn das Studium beginnt. „Ba khoi Chu ist ebenfalls schon länger dabei und bei ihm macht es mir einfach Spaß, seiner Entwicklung zuzuschauen, er hat sich auch nochmal sehr gesteigert. Manuel Kobyalka spielt wahnsinnig gut mit unserem Quarterback zusammen und Lukas Senkmüller ist unser Allrounder und hilft dem Team in so ziemlich jeder Position. Außerdem ist da noch unser Ausnahmetalent Lukas Geisberger, der zu einem Leader innerhalb der Mannschaft geworden ist. Insgesamt ein Spitzenteam“, resümiert der Trainer.

„Die ganze Mannschaft hat sich schon lange auf diesen Tag gefreut und es war umso schöner, dass er jetzt in Passau stattfand. Wir hatten uns lange vorbereitet und sind mit einem guten Gefühl in das Finalturnier gegangen.“, erklärt Lukas Geisberger. Der Nachwuchsstar der Pirates auf der Position des Wide Receivers konnte sich mit seinen Leistungen zuletzt sogar für die bayerische Jugendauswahl empfehlen. Mit dieser erreichte er beim Jugendländerturnier einen starken dritten Platz hinter den Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. „Die Spiele waren eine super Erfahrung für mich. Vor allem das letzte Spiel war ein Auf und Ab. Umso schöner war es dann nach dem Comeback noch den Sieg zu feiern.“, so der 17-jährige nach dem Spiel um Platz 3 gegen Hamburg.

Auch der Trainer der Passauer Herrenmannschaft, Andrew Griffin, ist von dem Jungpiraten sehr angetan: „Lukas ergreift seit Jahren jede Möglichkeit, mit dem Senior-Team zu trainieren, obwohl er noch zu jung ist, in offiziellen Spielen aufzutreten. Diese harte Arbeit und Hingabe zu seiner Technik und Athletik haben sich jetzt mit dem Platz in der bayerischen Auswahl ausgezahlt. Wir sind alle sehr stolz und freuen uns darauf, ihn im nächsten Sommer in der Herrenmannschaft Touchdowns bei uns am Oberhaus fangen zu sehen.“

Damit nach Lukas in Zukunft noch viele weitere Jugendspieler den Sprung in das Herrenteam schaffen können, wollen die Passau Pirates von jetzt an noch stärker in ihre Jugend investieren. Um schon früh Kinder für die Sportart American Football zu begeistern, eröffnen die Piraten dafür neben der U19 jetzt auch ein U14 Flag-Team für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren.

Doch nicht nur im Jugendbereich sind die Pirates auf der Suche nach Verstärkung. Vergangenen Samstag, am 5. November, veranstaltete das Senior-Team ein Try-Out für alle, die den Sport American Football gerne selbst einmal ausprobieren möchten. Die Pirates durften sich über viele neue Gesichter freuen. Wer das Event verpasst hat, kann einfach bei einem der Trainings der Freibeuter vorbeischauen. Diese finden am Samstag von 11 bis 13 Uhr und am Dienstag von 20 bis 22 Uhr beim 1. FC Passau statt. Die Saison der Pirates beginnt erst im Frühjahr, die Weichen für eine erfolgreiche kommende Saison sind aber gestellt.

Pirates beenden Saison

Nach abgesagtem Halbfinale folgen die Jugendsaison und Vorbereitung auf 2023

Die Passau Pirates mussten das Halbfinale in der Bayernliga gegen die Franken Knights absagen. Die Footballer der DJK-Eintracht zeichneten abschließend besondere Leistungen der Spieler in der Saison 2022 aus und konzentrieren sich jetzt auf das nächste Jahr.

Eigentlich wäre ihre Saison noch nicht beendet gewesen – im Gegenteil: Hinter den Neu-Ulm Spartans schlossen die Passau Pirates ihre reguläre Saison als Tabellenzweiter ab und qualifizierten sich erfolgreich für die Play-Offs. Die Anzahl verletzter Spieler hatte sich allerdings über die Saison hinweg kontinuierlich gesteigert. Hinzu kam ein, für die Pirates freudiges, weiteres Hindernis: eine vereinsinterne Hochzeit am Tag des Halbfinales. So konnte in der Begegnung mit den Franken Knights kein passender Termin gefunden werden und die Pirates mussten das Halbfinale absagen. „Es ist schon sehr schade, dass wir keinen gemeinsamen Termin finden konnten. Letztendlich aber war es einfach eine unglückliche Verkettung von Umständen. Nächstes Jahr kämpfen wir dafür umso härter für eine neue Chance in den Play-Offs“, sagt Matthias von Winning, Offensive Lineman sowie stellvertretender Spartenleiter der Pirates.

Dennoch blieb nicht nur Trauer für die Piraten. So ehrten sie Spieler für ihr besonderes Engagement während der erfolgreichen Saison 2022. Die Auszeichnungen wurden in den Grundsäulen der Pirates Philosophie verliehen: Family, Energy, Focus, Toughness und MVPirate.

Family steht dabei für den familiären Zusammenhalt des Vereins und diese Ehrung erhielt das Passauer Urgestein Anton Maroth. „Toni“ spielte schon in der ersten American Football Mannschaft in Passau, den Passau Steelers, in der German Football League sowie viele Jahre bei den Pirates. Zuletzt war er bei den Plattling Black Hawks beheimatet, bevor er wieder zu den Pirates zurückkehrte. Dieses Jahr sprang der 59-Jährige in der Offensive Line ein und verdiente sich damit die Ehrung unter dem Motto Familie, weil er wiederholt die Bedürfnisse des Teams über seine eigenen stellte. Energy steht dafür, immer viel Energie mit auf das Spielfeld zu bringen. Diesen Titel holte sich Samuel Markert, der mit seinem Kampfgeist das Team bereicherte. Die Ehrung, am Spieltag den größten Fokus zu besitzen, erhielt Neuling Jonas Wintersteiger. Dieser glänzte in seiner ersten Saison mit hoher Präzision. Die Auszeichnung Toughness wurde Raven Tummoszeit für seinen körperlichen Einsatz und seine Durchschlagkraft verliehen. Thaddeus Tigges bekam die Auszeichnung Pirate, weil er sich trotz einer Verletzung ununterbrochen für das Team einsetzte und zusätzliche Aufgaben abseits des Feldes übernahm. Die letzte Ehrung verlieh Spartenleiter Max Kalhofer persönlich. Angelehnt an die in Amerika übliche Auszeichnung MVP (Most Valuable Player), was übersetzt so viel wie „wertvollster Spieler des Teams“ bedeutet, verlieh Kalhofer den Titel „Most Valuable Pirate“ an Attila Hirschler. Dieser hatte sich die vergangene Saison durch sein großes Engagement auf und neben dem Spielfeld ausgezeichnet: Startspieler auf der Position des Guard in seiner ersten Saison mit den Pirates, außerordentliche Hilfe beim Auf- und Abbau an Spieltagen, Instandhaltung von Equipment oder das Spendieren des ein oder anderen Bieres nach Spielen.

Wie geht es nun weiter? „Jetzt können wir das erste Mal seit vier Jahren wieder in eine richtige Vorbereitung starten, darauf freuen wir uns. Genauso wie über jeden Footballinteressierten, der sich uns anschließen will!“, berichtet von Winning. Langeweile wird bei den Pirates nicht ausbrechen, neben der Vorbereitung auf die nächste Saison veranstalten die Freibeuter am 10. September ein Fun-Flag-Turnier, bei dem Flag Football gespielt wird und auch externe Footballfans und -Freunde Teams stellen werden. Der Erlös des Turniers wandert vollständig in die Kasse der Jugendmannschaft. Auch hier ist bald wieder etwas geboten, denn die Flag Football Saison der U19 startet im Herbst. Am 8. Oktober ist Passau Gastgeber des Jugendturniers und freut sich darauf, auch viele Fans der Nachwuchsfootballer auf Oberhaus begrüßen zu dürfen.

Fun-Flag-Turnier 2022

Die Passau Pirates veranstalten ein offenes Fun-Flag-Turnier am Samstag, 10.9.2022.

Alle Teams, egal ob Freizeitmannschaften, Junioren, Senioren, Cheerleader, Ultras, Arbeitskollegen, Sponsoren, Firmen, Schulen und Studenten sind herzlichst dazu eingeladen. Geplant sind eine kurze, ausgeloste Gruppenphase und die anschließende Hauptrunde inkl. Lucky-Loser Runde.

Gespielt werden 2x10min bei durchlaufender Uhr mit 5min Halbzeitpause, 5 gegen 5

Um anzutreten wird lediglich eine einheitliche Teamfarbe benötigt, falls zwei gleichfarbige Teams aufeinandertreffen werden andersfarbige „Leibchen“ für eines der Teams verteilt. Pro Spiel steht ein „Schiedsrichter“ aus der Pirates Herrenmannschaft zur Verfügung.

Gespielt wird auf Rasen, Stollenschuhe sind ideal, aber kein muss. Gespielt wird bei jeder Wetterlage. Im Anschluss an das Turnier findet eine Siegerehrung mit Preisverleihung und Afterparty statt.

Ort und Beginn:

  • – Oberhaus 7, 94034 Passau, offizieller Beginn ab 09.00Uhr

Teilnahme:

  • – Anmeldung bis spätestens 19.8.2022
  • – Startgebühr pro Team 50 €, die Überweisung gilt als Anmeldung (Name der Überweisung: FunFlag22-*Team-Name*)
  • – Teams bestehen aus mindestens 5, maximal 10 Personen
  • – Es können Probetrainings mit erfahrenen Spielern gebucht werden um die Grundlagen erklärt zu bekommen und ein individuelles Playbook zu gestalten, der Unkostenbeitrag beträgt 25€ inklusive Wristcoach
  • – Es können erfahrene Spieler der Pirates(max. 2/Team, 20€/Spieler) gebucht werden um die Teams zu unterstützen

Drumherum:

  • – Abwechslungsreiche Spiele abseits des Feldes ( Cornhole, Beerpong, Hüpfburg, etc…)
  • – Kühle Getränke (Weinschorle, Bier, Radler, Spezi, Limo, Apfelschorle und Wasser)
  • – Grillspezialitäten (Würstelsemmeln vegan/nicht vegan, Burger so lange der Vorrat reicht)
  • – Kaffee und Kuchen
  • – DJ und Kommentatoren

Anmeldung unter:

  • Kontodaten: IBAN: DE17 7405 0000 0030 1344 56; BIC BYLADEM1PAS
  • Email/Tel.: johannes.kurmis@passau-pirates.net; +491727929177
  • Ansprechpartner: Johannes Kurmis „Kurti“

Der gesamte Erlös geht in die Jugendkasse

Regeln:

Informationen zum Turnier als PDF

*** Fun-Flag-Turnier 2022 (PDF) ***

Pirates ziehen in die Play Offs ein!

American Footballer besiegen Starnberg Argonauts mit 28:13

Die Freibeuter der DJK Eintracht qualifizieren sich erfolgreich für das Halbfinale in der Bayernliga: Vor heimischem Publikum mit über 300 Zuschauern setzten sich die Passau Pirates in ihrem letzten regulären Saisonspiel gegen die Starnberg Argonauts mit 28:13 durch.

Die Hitzeschlacht ging spannend los, denn der Passauer Angriff um Quarterback Andrew Griffin musste sich zunächst jeden Raumgewinn erkämpfen. Der Fieldgoalversuch scheiterte aber und die Pirates konnten ihre Angriffsserie noch nicht mit Punkten krönen. Danach kam die Offense der Starnberger auf das Feld. Aber auch hier wusste die Verteidigung der Freibeuter alle Scoringversuche zu vereiteln. Mit einem Pass von Quarterback Andrew Griffin auf Receiver Luca Barthmann machten die Pirates schließlich den ersten Touchdown und brachten mit anschließendem Extrapunkt 7 Punkte auf ihr Konto. Im zweiten Viertel gelang den Gästen allerdings durch einen Run-Touchdown der Ausgleich, sodass es kurzzeitig 7:7 stand. Die Offense der Freibeuter hatte sogleich die passende Antwort parat: Max Bühling fing Griffins Pass und brachte das Ei in die Endzone. Mit nachfolgendem Extrapunkt zeigte das Scoreboard zur Halbzeit 14:7 für die Piraten.

Das dritte Viertel stand im Zeichen der Defense. Sowohl die Verteidigung der Piraten um Defensive Coordinator Andreas Pömmerl, als auch die Defense der Argonauten stoppten den Angriff, sodass beide Teams keine Punkte einfuhren. Erst im letzten Viertel wurde wieder gepunktet. Griffin fand seinen Receiver Jakob Briels, welcher den Ball hinter die Goalline brachte. Da auch hier der Extrapunktversuch glückte, lautete der Zwischenstand 21:7. Gleich darauf trug Jacob Rutter den Ball erneut in die Endzone und erzielte einen weiteren Touchdown mit anschließendem Zusatzpunkt. Zum Schluss fand der Quarterback der Starnberger sein Ziel in der Endzone und verbuchte noch 6 Punkte auf ihr Konto, den Extrapunkt wussten die Freibeuter jedoch zu verhindern. Die Passau Pirates setzten sich schlussendlich mit einem Endstand von 28:13 durch und qualifizierten sich für das Halbfinale.

Wann sie dort auf welchen Gegner treffen werden, steht aber noch nicht fest: „Wir sind jetzt sicher Zweiter in der Bayernliga Süd und werden dann im Halbfinale auf den Ersten der Bayernliga Nord treffen. Das entscheidet sich jetzt erst noch zwischen den Amberg Mad Bulldogs und den Franken Knights.“, weiß Vorstand Max Kalhofer. Er zeigt sich relativ zufrieden mit dem Auftritt der Pirates: „Ich bin einigermaßen glücklich, schließlich haben wir die Play Offs erreicht. Noch schöner hätte es nur sein können, wenn wir ungeschlagen gewesen wären und das Halbfinale in Passau spielen könnten. Insgesamt bin ich aber zufrieden, auch mit dem letzten Spiel.“ Gegen Starnberg seien viele sogenannte „Rookies“ (Neulinge) zum ersten Mal auf dem Rasen gestanden und hätten wertvolle Erfahrungen gesammelt. Auch die Unterstützung der zahlreichen Fans auf der Tribüne und um den Platz freut den jungen Vorstand. Somit verspricht das Halbfinale der Freibeuter ein spannendes Spiel zu werden.

Pirates Teamtraining!

Am 19.06.2020 hatten wir unser erstes Team-Training seit Beginn der Corona-Maßnahmen!

Unter Auflagen war uns ein gutes Training möglich und alle anwesenden Spieler waren einfach nur froh wieder gemeinsam *kontaktlos* Football trainieren zu können.

Head Coach Andrew Griffin sagte über das Training: „Das Training gestern war super und hat unglaublich Spaß gemacht, wir alle haben das vermisst. Wir konzentrieren uns jetzt eine ganze Weile erst mal um unsere Fitness und Athletik, wir wollen nicht, dass die Spieler sich nach langer Zeit der Inaktivität verletzen.“

Für alle die Interesse an Football haben, besteht jetzt eine außergewöhnliche Möglichkeit. Normalerweise stecken die Pirates gerade mitten in der Saison und ein Einstieg für Neue ist nach der Sommerpause angeraten. Aber da unsere Saison abgesagt und bisher keine Spiele geplant sind, kann man ab sofort ins Training einsteigen und sich auf die kommende Saison vorbereiten. So hat auch die aktuelle Situation seine Vorteile!

Die Pirates trainieren ab jetzt jeden Mittwoch und Freitag ab 19 Uhr auf Oberhaus. Für das Training sind nur Sportbekleidung, Handschuhe und ein Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Die Umkleiden können zu diesem Zeitpunkt noch nicht genutzt werden.

Weg vom Schreibtisch oder runter von der Couch!

Kommt vorbei!

Spielbetrieb 2020 wird ausgesetzt

Wir hatten den Ligabetrieb aus logischer Folge nach dem letzten Update des Verbandes zwar bereits für abgesagt erklärt, aber hier nochmal die offizielle Meldung des Verbandes!

AFVBY: „Der Spielbetrieb wird 2020 in Bayern ausgesetzt“

Sofern die Lage sich verbessert, besteht die Möglichkeit, dass die im Herbst beginnenden Jugendligen ihren Spielbetrieb regulär durchführen. In so einem Falle wären auch Freundschaftsspiele oder anderweitiger alternativer Spielbetrieb (z.B. Turniere) durch den Verband unterstützt.

Defense

Defensive Line (auch D-Line oder DL)

Die Defensive Line ist ein Teil der Defense und besteht aus drei bis fünf Spielern. Dabei unterscheidet man die Defensive Ends (DE), die an den Außenseiten der D-Line positioniert sind, und die Defensive Tackles (DT), die innen stehen. In Formationen mit einer ungeraden Anzahl von DT wird der mittlere oft als Nose Tackle (NT) bezeichnet, da er dem gegnerischen Center und damit der Offensive Line mittig gegenübersteht.

Tackles und Ends unterscheiden sich zudem in ihrer Physis. Ends müssen schneller und wendiger sein. Sie müssen Laufspielzüge über die Außenseite verhindern, aber auch den Quarterback (QB) unter Druck setzen können.

Die Defensive Tackles sind schwerer, da bei ihnen Kraft wichtiger ist als Agilität. Ihre Aufgabe ist es Läufe durch die Mitte zu verhindern und ebenfalls Druck auf den QB auszuüben.


Linebacker (LB)

Der Linebacker spielt in der Mitte der Verteidigung, hinter der Defensive Line und vor den Safety/Defensive Backs. Zudem führt einer von ihnen auch meistens den Huddle, d. h. er sagt für die verteidigende Mannschaft den Spielzug an und klärt Details.

Zum einen kann man Linebacker in Inside bzw. Middle und Outside Linebacker unterteilen.

Zum anderen richten sich die Linebacker mit ihrer Aufstellung manchmal auch nach der Offense.

Die Anforderungen an den „idealen“ Linebacker sind extrem hoch. Des Weiteren sind Spielübersicht und Erfahrung vonnöten, da dieser meist als Spielführer der verteidigenden Mannschaft fungiert. Ein Linebacker darf außerdem keine Angst vor dem Kontakt haben, da es meistens er ist, der als erster mit dem mit Höchstgeschwindigkeit ankommenden Runningback in Berührung kommt. Darüber hinaus muss der Linebacker auch die Verteidigung gegen den Pass beherrschen, um so effektiv gegen kurze Pässe gerade auf Runningbacks und Tight Ends vorgehen zu können.


Defensive Backs (DB)

Defensive Backs sind die letzte Verteidigungsreihe (nach den Defensive Linemen und den Linebackern) der Defense.

Das Defensive Backfield besteht aus Safeties und Cornerbacks, deren Hauptaufgabe die Verteidigung des gegnerischen Passspiels ist. In den typischen Abwehrformationen gibt es jeweils zwei Safeties und zwei Cornerbacks.

Bei den Safeties handelt es sich um einen Strong Safety der nahe der Line of Scrimmage bei der Verteidigung der Laufspiele eingesetzt wird und dem Free Safety, der als letzter Mann insbesondere für die Verteidigung tiefer Pässe zuständig ist.

Die beiden Cornerbacks spielen als Manndecker nah an den gegnerischen WideReceivern, um ihnen Passfänge zu verwehren. Dies geht von reiner Manndeckung (man to man coverage) bis zur Zonenverteidigung (zone coverage).

Offense

Offensive Line (auch O-Line oder OL)

Die Offensive Line ist die Linie von Spielern, die direkt vor dem Quarterback und an vorderster Front der Offense steht. Sie besteht aus fünf Spielern: einem Center, zwei Guards und zwei Tackles.

Im American Football müssen immer sieben Spieler an der Line of Scrimmage (Linie, an der der Spielzug beginnt) stehen, von denen nur die äußeren beiden(Tight End und Wide Receiver) passberechtigt sind, das heißt einen Ball fangen dürfen (siehe Skizze: der Tight End und der rechte Wide Receiver stehen wie die Linemen an der Line, während der linke Receiver nach hinten versetzt aufgestellt ist).

Die Offensive Line darf nur blocken. D.h. ankommende Gegner der Defense werden vom Tacklen abgehalten. Festhalten oder Ähnliches ist verboten und wird bestraft.

Des Weiteren dürfen Offensive Linemen keine Pässe nach vorne berühren, weshalb sie mit Abstand am seltensten in Ballbesitz kommen (wenn, dann aufgrund eines Fumbles oder eines Rückpass).

Sie tragen immer Nummern zwischen 50-79 (diese Nummern signalisieren in der Offense, dass die Spieler nicht passempfangsberechtigt sind).

Bei Blocks wird zwischen zwei Arten unterschieden:

  • Run Block: Der Gegner wird nach vorn und – nach Bedarf – zur Seite geschoben, damit dem Ballträger eine Passage freigemacht wird. Dabei schafft die Offense meist auf einer Seite oder an einer Stelle ein Übergewicht an Blockern, denen auch eventuell Tight Ends und Fullbacks angehören.
  • Pass Block: Hier gehen die Offensive Linemen nach hinten und bilden einen Halbkreis, der aussieht wie eine Tasche (engl. Pocket), um den Quarterback zu schützen. Bei Passspielzügen dürfen OL Spieler die Line of Scrimmage nicht übertreten, bevor der Pass gespielt ist.

Offensive Linemen sind für den Zuschauer eher „unsichtbar“, da sie nie den Ball tragen, sondern den Ballträgern „nur“ das eigentliche Spiel ermöglichen. Daher werden sie vom durchschnittlichen Zuschauer meist nur bei einem von ihnen verursachten False Start oder Holding bemerkt.

Der Center (C) ist im Zentrum der Offensive Line. Seine Aufgabe besteht darin, dass er mit dem Durchreichen des Balles durch seine Beine zum Quarterback (QB), Punter oder zum Holder, den Spielzug beginnt. Dies geschieht entweder „direkt“, durch Übergabe oder durch Wurf des Balls zwischen den Beinen hindurch nach hinten. Dieser Vorgang wird als Snap bezeichnet; bei den eben beschriebenen “Würfen” des Centers wird dieser zum Long Snapper (LS).

Die Guards (G) stehen links und rechts neben dem Center. Ihre Aufgabe ist es ebenfalls, dem Quarterback Defensive Linemen und Linebacker vom Leib zu halten, wenn dieser den Ball passen möchte. Während eines Laufspielzugs sind Guards oft Teil von sogenannten Pull-Manövern, das heißt sie blocken nicht gerade nach vorn, sondern machen einen Schritt zurück hinter die Line und bewegen sich dann zu einer Seite.

Der Tackle (T oder manchmal auch OT, da es auch einen Tackle in der Defensive Line [DT] gibt) stellt die Außenposition auf jeder Seite der Offensive Line dar. Auch sie müssen die anstürmenden Spieler der Defense aufhalten.


Quarterback (QB)

Der Quarterback ist der Spielgestalter und damit der Kopf der Offense. Er teilt seinem Team den nächsten Spielzug mit und setzt ihn um. Ein guter Quarterback muss in der Lage sein den geplanten Spielzug an die Gegebenheiten und die Reaktionen der gegnerischen Defensive anzupassen.

Nach dem Snap, wenn der Quarterback den Ball von dem vor ihm stehenden Spieler, dem Center, erhält, wird er versuchen den Ball zu werfen oder ihn einem anderen Spieler zu übergeben. Er kann auch mit dem Ball laufen und selbst versuchen, Raumgewinn zu erzielen (Scrambling).

Wird der Quarterback von der gegnerischen Defense hinter der Line of Scrimmage, mit dem Ball in der Hand zu Boden gebracht, spricht man von einem Sack und der Spielzug endet mit Raumverlust. Verliert er dabei den Ball, bevor er zu Boden gebracht wird, so ist dies ein Fumble. Der Ball ist frei und kann von jedem Spieler, auch den Gegenspielern aufgenommen werden (Fumble Recovery).


Wide Receiver (WR)

Der Wide Receiver ist der Passempfänger des Quarterbacks. Nach dem Snap des Centers zum Quarterback läuft er die Route des Spielzugs, der im Huddle angesagt wurde. Der Quarterback versucht mit einem zielgenauen Pass, dem Receiver den Ball in den Lauf zu werfen. Dieser muss den Ball unter Kontrolle bringen, bevor der Ball den Boden berührt. Beim Fangen des Balles wird der Receiver von den Cornerbacks, Linebackern und Safeties behindert. Diese versuchen, den Ball für eine Interception abzufangen oder aber zumindest den Ball so wegzuschlagen, dass der Receiver ihn nicht mehr erreichen kann.

Ziel des Receivers ist es, den Ball zu fangen und ihn anschließend in die Endzone zu tragen bzw. den Ball in der Endzone zu fangen, um so einen Touchdown zu erzielen. Der Receiver darf den Ball nur innerhalb des Feldes fangen. Das bedeutet, dass der Receiver mit einem Körperteil innerhalb des Spielfeldes den Boden berühren muss, z. B. mit dem Fuß.

Der Receiver darf vom Verteidiger erst gestört, d. h. berührt, werden, wenn dieser dabei ist den Ball zu fangen. Kommt die Störung bereits vorher, nennt man dies Defensive Pass Interference, ein Foul, nach dem die Defense eine 15 Yard Raumstrafe erhält. Andererseits darf auch der Receiver den Verteidiger nicht frühzeitig stören, um eine Interception zu verhindern. Dies wird mit 10 Yards Raumstrafe für die Angriffsmannschaft bestraft.

Dem Wide Receiver, der sich normalerweise – wie jeder Spieler der Offense vor dem Anspiel durch den Center – nicht bewegen darf, ist es unter bestimmten Umständen erlaubt, doch die Position zu ändern (Man in Motion). Ein Wide Receiver muss Rückennummern zwischen 1-49 oder 80-99 tragen um passempfangsberechtigt zu sein.


Runningback (RB)

Der Runningback ist eine Spielposition in der Offense. Der Runningback ist der für das Laufspiel verantwortliche Spieler. Der Runningback trägt den Ball in der Hand und versucht sich einen Weg durch die gegnerische Defense zu schlagen. Nach dem Snap des Centers zum Quarterback übergibt dieser den Ball an den Runningback, der in der Ausgangsstellung der am weitesten hinten stehende Spieler der Offensive ist. Zunächst muss er versuchen an der Defensive Line vorbei zu kommen. Dabei hilft ihm seine Offensive Line (Center, Tackles und Guards), die ihm den Weg frei blocken soll. Danach muss der Runningback den Linebackern und Safeties ausweichen. Gelingt ihm dies, schafft er es ins offene Feld und läuft in die Endzone, um einen Touchdown zu erzielen.

Ein guter Runningback zeichnet sich zunächst durch seine Schnelligkeit aus. Er sollte in der Lage sein, jeden Gegenspieler im Sprint zu schlagen.

Runningbacks unterteilt man außerdem in Halfbacks und Fullbacks. Der Halfback ist dabei der typische oben beschriebene Agile oder Kräftige. Der Fullback dagegen ist von Natur aus schwerer und wird oft als Sicherheitsoption eingesetzt. Zusätzlich werden Fullbacks auch für den Passblock und für den Halfback als Vorblocker eingesetzt.

Das Schlimmste, was einem Runningback geschehen kann, ist, dass er den Ball fumbelt. Das bedeutet, er verliert den Ball, bevor mindestens eines seiner Knie oder einer seiner Ellenbogen den Boden berührt hat. Die Mannschaft, die den Ball aufnimmt, hat an dieser Stelle dann Angriffsrecht.

Oft wird der Runningback auch als Passempfänger für kurze Distanzen genutzt.