Merry Christmas 2018

Ein spannendes und sehr erfolgreiches Jahr 2018 in der Regionalliga neigt sich dem Ende zu.

Die Passau Pirates bedanken sich für ein tolles Jahr 2018 und wünschen allen Aktiven, Helfern, Fans und Freunden, Sponsoren und Unterstützern Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches Neues Jahr.

Pirates-Ref steigt auf

Markus Steiner hat mit der A-Lizenz nun die höchste Lizenzstufe erreicht

Ohne sie geht nichts im American Football und doch fallen sie am Liebsten gar nicht auf. Die Rede ist von den bis zu acht Schiedsrichtern, die die Spiele um das Lederei leiten. Einer, der nun schon seit neun Jahren vornehmlich auf den ostbayerischen Plätzen zu den sogenannten Zebras gehört, ist Markus Steiner. In Passau in erster Linie als Stadionsprecher der Pirates bekannt, steht er von April bis Oktober als Vereinsschiedsrichter aber noch viel öfter auf dem Gridiron.

Am vergangenen Wochenende hat Steiner nun den Sprung in die Elite der Deutschen Schiedsrichterzunft geschafft. Mit dem Bestehen der A-Lizenzprüfung ist nun für ihn der Weg zu Einsätzen in der 1. Bundesliga, der German Football League, und zu internationalen Turnieren offen. Dabei hat „Stanly“, wie er von seinen Freunden seit Jugendtagen genannt wird, erst vor neun Jahren mit dem Pfeifen angefangen. „Football ist eine Leidenschaft, die einen nicht mehr loslässt. Wie wohl die meisten von uns Schiedsrichtern, kam ich über die Gestellungspflicht der Vereine dazu. Bei Gründung der Pirates war ich schon knapp 40, und die Tage meiner Karriere als Aktiver bereits gezählt. Als Schiedsrichter ist man noch mitten drin im Geschehen, kann seine Liebe zum Spiel noch ausleben, es tut aber nicht so lange weh!“, so der frischgebackene A-Lizenzler.

Mehr als 140 Schiedsrichtereinsätze hat er seitdem bestritten, darunter auch zwei Jugendländerturniere, und dazu noch viele Stunden mit Theoriestudium verbracht. Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen aus Ostbayern und Mentor Thomas Plendl, der als langjähriger GFL-Schiedsrichter die Lerngruppe unterstützte, hat Steiner allein in diesem Sommer über 100 Stunden in die Vorbereitung auf die Prüfung investiert. Und der Aufwand hat sich bezahlt gemacht. Alle drei haben nun die Hürde zu Deutschlands Schiedsrichterelite übersprungen.

Doch jetzt fängt der Lernprozess erst richtig an weiß Steiner: „American Football entwickelt sich ständig weiter. In Deutschland spielen wir nach den NCAA Collegefootballregeln. Die werden jedes Jahr in Teilbereichen verändert um in dem harten Kontaktsport die Sicherheit der Spieler zu verbessern. Das bedeutet für uns einen ständigen Lernprozess und jedes Jahr eine neue Lizenzprüfung.“ Dieses Wissen wird der DJK Eintrachtler ab dem nächsten Frühjahr dann auch an den Schiedsrichternachwuchs weitergeben. Gemeinsam mit Mitstreiterin Cornelia Angermeier wird er im März 2019 den Einsteigerkurs leiten.

Unterdessen stehen die Tacklemannschaften der Pirates schon wieder in der Vorbereitung auf die nächste Regionalligasaison. Zu den über 40 Spielern der Vorsaison kamen nach dem ersten Tryout noch rund 25 Rookies dazu, die den Sport erlernen wollen. Headcoach Andrew Griffin zeigt sich auch von den ersten Trainingseinheiten begeistert: „Wir haben wieder viel neues Talent dazubekommen. Mit den Trainingszeiten auf den Passauer Kunstrasenplätzen haben wir sehr gute Möglichkeiten um lange draußen zu trainieren. Im Februar werden wir wieder mit dem GFL-Team der Kirchdorf Wildcats ein Camp durchführen. Da wollen wir einen Schritt weiter sein als letztes Jahr.“ Bis dahin müssen sich die Fans von American Football vorerst mit den Übertragungen aus der NFL zufrieden geben.

Pirates Flaggies auf Rang 5

Footballer-Nachwuchs muss sich nur dem späteren Meister Fürstenfeldbruck beugen

Für die Flaggies der Passau Pirates war es zu Beginn des Finalturniers erneut das harte Match gegen den Nachwuchs der Fursty Razorbacks. Und wie in den Vorjahren auch, hatten die jungen Freibeuter am Ende gegen die wohl beste Nachwuchsabteilung Bayerns das Nachsehen. Konnte das Team um die Trainer Kalhofer, Beismann und Gradinger die erste Halbzeit noch ausgeglichen gestalten, so zogen die Wildschweine in der zweiten Halbzeit merklich das Tempo an und setzten sich am Ende mit 47:26 durch. Damit war für die Passauer erneut der Traum vom Halbfinale geplatzt.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ließen die Pirates diesmal aber den Kopf nicht hängen und wollten zumindest die untere Tabellenhälfte gewinnen. Gegen die Bad Tölz Capricorns, die zuvor ihr Viertelfinale gegen Straubing verloren hatten, siegten die Dreiflüssestädter souverän mit 35:19. Dieser Sieg bedeutete das Spiel um Platz 5.

In der Zwischenzeit setzten sich die Razorbacks überragend mit 42:7 gegen Erlangen im Halbfinale durch. Das zweite Halbfinale konnten die Nürnberg Rams dank einer grandiosen Aufholjagd in Hälfte zwei ganz knapp mit 34:31 für sich entscheiden.

Angefeuert von den treuen Pirates Ultras, die wie gewohnt auf Oberhaus für Stimmung sorgten, holten sich die Pirates mit einem 29:18 Sieg über Bad Tölz den fünften Rang.

In den beiden Finalspielen war es wieder Platz Nummer zwei, der das spannendere Spiel sehen sollte. Im Spiel um Platz drei zogen die Straubing Spiders zwar anfangs davon, aber die Erlangen Sharks blieben ihnen immer auf den Fersen. Innerhalb der letzten beiden Spielminuten hätten die Franken das Spiel sogar fast noch gedreht, aber der Hail-Mary-Pass in die Endzone wurde von den Spinnen abgewehrt. So holten sich die Gäubodenstädter am Ende mit einem 24:20 Sieg Platz drei in der Meisterschaft.

Im großen Finale ließen die Razorbacks erneut nichts anbrennen und sicherten sich mit einem souveränen 38:13 Sieg den Meistertitel.

Spartenvorstand Detlef Paßberger war mit der Leistung auf und neben dem Feld sichtlich zufrieden: „Die Mannschaft hat in diesem Jahr nur zwei Spiele verloren. Dass eines davon ausgerechnet im Viertelfinale sein musste, war schon auch etwas Pech. Gegen die anderen Viertelfinalgegner hätten wir eventuell sogar eine Chance gehabt. Trotzdem können wir mit dieser Saison mehr als zufrieden sein.“ Ein ausdrückliches Lob gab es auch von den anderen angereisten Teams für die gute Organisation und Stimmung auf Oberhaus.

Für die Senioren der DJK Eintracht-Footballer steht bereits am kommenden Sonntag das nächste Highlight auf dem Programm. Die „Try-Outs“ für die Saison 2019. Für die Regionalligamannschaft suchen die Pirates wieder Spieler in allen Gewichts- und Schnelligkeitsklassen. Grundvoraussetzung ist nur körperliche Fitness und der Wille Teil der Piratenfamilie zu werden.

Um 10:00 Uhr startet dann das Sichtungsprogramm auf der Sportanlage des SV Schalding-Heining am Reuthinger Weg.

Statistik 21.10.:
Fursty Razorbacks : Passau Pirates 47:26
SG Knights/Grizzlies : Passau Pirates 19:35
Bad Tölz Capricorns : Passau Pirates 18: 29

Resultat:
1. Fursty Razorbacks
2. Nürnberg Rams
3. Straubing Spiders
4. Erlangen Sharks
5. Passau Pirates
6. Bad Tölz Capricorns
7. SG Ansbach/Rothenburg
8. Burghausen Crusaders

Bayernfinale in Passau

Am Sonntag findet auf Oberhaus das Finalturnier im U19 Flagfootball statt. Die Pirates sind als bester Gruppenzweiter dabei.

Am vergangenen Sonntag hat es für den Nachwuchs der Passau Pirates nicht ganz zum Gruppensieg gereicht. In einem heiß umkämpften Match mussten sich die Flaggies den Straubing Spiders mit 29:39 geschlagen geben. Der spätere Gruppensieger setzte sich auch im zweiten Spiel gegen die Kümmersbruck Red Devils erwartungsgemäß klar durch. Gegen die mit einer Rumpfmannschaft angetretenen Oberpfälzer machten die Jungspinnen ebenfalls wieder 39 Punkte. Im letzten Spiel benötigten die Passauer nun ebenfalls einen Sieg gegen die Teufel um sicher den Einzug in das Finalturnier zu schaffen. Dies stellte sich für das Team um die Coaches Max Kalhofer, Thomas Beismann und Peter Gradinger aber nicht schwierig dar. Mit 34:0 schickten auch die jungen Freibeuter die Kümmersbrucker punktlos wieder nach Hause.

Das Finalturnier wird am kommenden Sonntag auf der Schulsportanlage Oberhaus ausgetragen. Ab 10:00 Uhr vormittags treffen sich nun die acht besten Bayerischen Flagmannschaften in dieser Altersklasse um ihren Meister zu küren. Drei der Teams konnten sich in der Vorrunde in den jeweiligen Gruppen klar durchsetzen. So gehen sowohl die Erlangen Sharks, die Nürnberg Rams und auch die Fursty Razorbacks jeweils ungeschlagen in die Viertelfinalspiele.

Nur die Straubing Spiders und die Bad Tölz Capricorns mussten bei ihren Gruppensiegen auch eine Niederlage gegen die Passau Pirates bzw. die Burghausen Crusaders hinnehmen. Diese beiden standen damit als die beiden besten Gruppenzweiten bereits fest. Als letztes Team qualifizierte sich die Spielgemeinschaft aus Franken Knights und Ansbach Grizzlies trotz zweier Niederlagen gegen Erlangen für das Finalturnier.

Diese Begegnung ist dann auch eine der Auftaktbegegnungen, in die die Sharks dadurch als klarer Favorit gehen. Auf zwei Feldern, die beide von der Oberhaustribüne gut einsehbar sind, wird an diesem Sonntag jeweils parallel gespielt. Dazu reisen auch insgesamt zehn Schiedsrichter in die Dreiflüssestadt.

Der Pirates-Nachwuchs bekommt es im Viertelfinale um 11:00 Uhr erneut mit den Fursty Razorbacks zu tun. Bereits im Vorjahr schafften die Flaggies den Sprung ins Finalturnier und mussten sich nach einer Niederlage gegen die Wildschweine dann mit den Platzierungsspielen zufrieden geben. In diesem Jahr, mit der Unterstützung der Pirates Ultras im Rücken, wollen die Pirates den Spieß umdrehen und endlich auch in ein Halbfinale im U19 Flag einziehen.

Statistik 14.10.:
Passau Pirates vs Straubing Spiders 29:39
Straubing Spiders vs Kümmersbruck Red Devils 39:0
Kümmersbruck Red Devils vs Passau Pirates 0:34

Spielplan Sonntag 21.10. Schulsportanlage Passau Oberhaus
10:00 Uhr Erlangen Sharks vs SG Knights/Grizzlies
Nürnberg Rams vs Burghausen Crusaders
11:00 Uhr Fursty Razorbacks vs Passau Pirates
Straubing Spiders vs Bad Tölz Capricorns
12:30 Uhr Playdowns Halbfinalspiele
13:30 Uhr Halbfinalspiele
15:00 Uhr Platzierungsspiele
16:00 Uhr Finale/ Spiel um Platz 3

Der Eintritt ist frei!

Pirates Flaggies auf Kurs

Mit bereits vier Siegen aus vier Spielen hat die Jugend die Qualifikation für das Finalturnier um die Bayerische Meisterschaft schon fast in der Tasche.

Die Sommerpause bei den Passau Pirates war im Vergleich zu den beiden Vorjahren, als für die Seniors im Herbst noch die Playoffs anstanden, sehr ruhig. Doch hinter den Kulissen wurde an der Organisationsstruktur für 2019 und an der Jugend hart gearbeitet. Mit dem ehemaligen Auswahlspieler Max Kalhofer und den Leistungsträgern Thomas Beismann und Peter Gradinger hat sich bei der Jugend ein Trainergespann formiert, das die A-Jugend im nächsten Jahr wieder in eine Tacklesaison führen will.

In diesem Herbst führen sie die unter 19 Jährigen auch durch die Flagsaison im 5 gegen 5, die körperlose Kleinfeldvariante, die aber schneller und variantenreicher ist. Und das bereits mit sehr großem Erfolg. Am ersten Turniertag in Amberg, den Straubing dominieren konnte, hatten die jungen Freibeuter noch spielfrei. Nach jetzt drei gespielten Turnieren stehen die Pirates-Flaggies, vor ihrem Heimturnier am kommenden Sonntag, auf Platz 1 der Tabelle.

Am vergangenen Sonntag wurde das Turnier in der Gäubodenstadt gespielt und gleich die erste Partie hatte es in sich. Die Spiders, seit Jahren eine feste Größe im Niederbayrischen Football, trafen auf die Dreiflüssestädter. In dem heiß umkämpften Match setzte sich Passau dank zweier Safeties in der zweiten Halbzeit knapp mit 22:18 gegen den körperlich überlegenen Favoriten durch. Nach einer kurzen Pause ging es dann für die Mannschaft um Quarterback Josef Eizenhammer im zweiten Spiel gegen die Amberg Mad Bulldogs. Nach einer überdeutlichen 35:0 Halbzeitführung ließen es die Pirates dann ruhig angehen und brachten auch den zweiten Sieg locker über die Zeit.

Mit 8:0 Punkten vor dem letzten Spieltag ist damit der Pirates Jugend der Einzug in das Finalturnier fast nicht mehr zu nehmen. Im letzten Turnier, das am kommenden Sonntag ab 11:00 Uhr auf Passau Oberhaus stattfinden wird, will die Mannschaft aber noch mehr: den Gruppensieg und damit eine bessere Ausgangssituation für das Finalturnier als in den letzten Jahren. Dazu müssen sie gleich im ersten Spiel die Straubing Spiders erneut bezwingen oder mit weniger als vier Punkten Unterschied verlieren. Die Kümmerbruck Red Devils, der dritte Turnierteilnehmer an diesem Spieltag, hat nur noch eine rechnerische Chance aufs Weiterkommen. Die jungen Teufel benötigen dazu zwei Siege und die gleichzeitige Schützenhilfe von Passau um noch auf Rang zwei in der Tabelle vorzurücken. Dies würde wahrscheinlich aber dennoch nicht für den Finaleinzug reichen, da nur die drei besten Zweitplatzierten aus den fünf Gruppen weiterkommen.

Auch bei den Seniors meldeten die Verantwortlichen kurz vor der jährlichen Spartenhauptversammlung die wichtigsten personellen Rahmenbedingungen. Mit dem US-Amerikaner Andrew Griffin bleibt den Pirates der Spielmacher und Lenker hinter der erfolgreichen Offensemaschinerie erhalten. „Hier in Passau habe ich die Möglichkeit an der Entwicklung der Pirates teilzuhaben, etwas zu tun, was mich jeden Tag fasziniert und noch weiter mit diesen tollen Menschen in dieser Stadt zusammenzuwachsen.“ , liegt der Fokus von Griffin, auch für die Zukunft in Niederbayern.

Auf der anderen Seite des Balles wird Andreas Walter die Geschicke der Defense leiten. Der Coach, der die Pirates bereits vor zwei Jahren ins Halbfinale der Bayernliga geführt hat, muss dabei aber auch drei Leistungsträger der vergangenen Jahre ersetzen. Mit Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann hängen gleich drei Gründungsmitglieder der Passauer Footballer ihre Ausrüstung zur Seite. Damit wartet auf Walter die große Herausforderung, diese Schlüsselpositionen adäquat zu besetzen, was, gemessen an der Erfahrung der drei, nicht einfach werden wird.

Die ersten Trainingseinheiten der Seniors machen da aber bereits Hoffnung und spätestens ab nächster Woche werden auch die Studenten wieder zum Team stoßen. Das erste Tryout für die kommende Regionalligasaison ist bereits gelaufen, doch für Intersessierte ist jetzt noch die Möglichkeit einzusteigen. Da die Playoff- und Relegationsspiele in Bayern mittlerweile bereits absolviert sind, steht auch schon fest, dass, vorbehaltlich der Lizensierung, die Munich Cowboys 2 den Aufstieg geschafft haben und die Fursty Razorbacks knapp den Sprung in Liga 2 verpasst haben. So treffen die Pirates in der dritten Liga im nächsten Jahr auf viele bereits bekannte Gegner und wollen an die Erfolge aus dem letzten Saisondrittel 2018 anknüpfen.

Statistik:
Straubing Spiders vs Passau Pirates 18:22
Passau Pirates vs Amberg Bulldogs 55:22
Amberg Bulldogs vs Straubing Spiders 70:0

Spielplan Sonntag 14.10. Schulsportanlage Passau Oberhaus
11:00 Uhr Passau Pirates vs Straubing Spiders
12:30 Uhr Straubing Spiders vs Kümmersbruck Red Devils
14:00 Uhr Kümmersbruck Red Devils vs Passau Pirates

Grandioses Saisonfinale bei den Pirates

Mit einem 35:21 Sieg über die Würzburg Panthers feiern die DJK Eintrachtfootballer den dritten Sieg in Folge

In erster Linie ging es an diesem Sonntag nur noch um die Ehre. Nach dem verlorenen Halbfinalspiel vor zwei Jahren und der unglücklichen Niederlage in Würzburg wollten die Pirates gegen die Mannschaft von Landestrainer Martin Hanselmann unbedingt noch einen Sieg zum Abschluss der Regionalligasaison. Gerade die scheidenden Defensegrößen Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann trugen entscheidend dazu bei, dass Passau am Ende sogar noch auf Platz fünf der Tabelle klettern kann.

Bei hochsommerlichen Temperaturen stieg am vergangenen Sonntag das letzte Heimspiel der Passau Pirates in ihrer ersten Regionalligasaison. Was in den ersten zwei Saisondritteln noch sehr durchwachsen aussah, wurde letzten Endes doch zu einer durchaus erfolgreichen Saison. Bereits mit der ersten Angriffsserie des Nachmittags stellte die Offense unter der Führung von Quarterback Andrew Griffin ihre Durchschlagskraft unter Beweis. Mit einer guten Mischung aus Pass- und Laufspiel dirigierte der Spielmacher seine Angriffsformation über 75 Yards über das Feld. Wie wichtig die Rückkehr von Runningback Thomas Beismann zum Saisonende war bewies dessen 7 Yard Touchdownlauf gleich zum Auftakt. Mit dem Extrapunkt durch Luca Barthmann gingen die Pirates mit 7:0 in Führung.

Auf der Gegenseite schickte Martin Hanselmann den jungen Trenton Jones als Spielmacher auf das Gridiron und der hatte von Beginn an mächtig mit dem Druck der Passauer D-Line zu kämpfen. Mit einem sogenannten „3&out“ schickte Passaus Verteidigung den Würzburger Angriff wieder vom Feld. Aber auch die nächste Angriffsserie der Dreiflüssestädter kam schnell ins Stocken. Auch sie mussten sich nach nur wenigen Spielzügen wieder vom Ball trennen. Ein unglückliches Foul beim Punt schenkte den Gästen dann das Angriffsrecht tief in der Passauer Hälfte. Diese Chance nutzte Trenton Jones um mit einem 20 Yard-Touchdownpass auf Alexander Bloos auszugleichen. Die Pirates schlugen aber postwendend zurück. Von der eigenen 32 Yardlinie passte Andrew Griffin rund 25 Yards auf Luca Barthmann in der Mitte des Feldes, Würzburgs Safety verpasste den Tackle und Barthmann hatte nur noch grünes Feld vor sich. Auch den Extrapunkt verwandelte der Kicker der Pirates souverän und holte die 14:7 Führung zum Ende des ersten Viertels.

Zu Beginn von Abschnitt zwei dominierten vorerst die Verteidigungsreihen ehe die Panthers sich, begünstigt durch Passauer Strafen, sich in der Nähe von Passaus Redzone befanden. Dort stand die Defense um Thomas Ochmann dann aber sicher. Beim Fieldgoaltry aus 26 Yards kam dann der Snap schlecht und Passau übernahm wieder den Ball. Mit einem langen Pass auf Sebastian Krauss standen die Pirates dann vor den nächsten Punkten. Der Fieldgoalversuch von Luca Barthmann ging aber knapp an der linken Stange vorbei. Damit war Würzburg wieder am Zug. Den Gegenangriff stoppte aber Passaus Verteidigung knapp hinter der Mittellinie. D-liner Tobi Gaderbauer schlug den Ball frei und Sebastian Krems sicherte ihn für seine Farben. Mit einem 7-Yard Touchdownpass auf Sebastian Krauss baute dann Andrew Griffin die Passauer Führung auf 21:7 aus. Mit der nächsten Angriffsserie schlugen aber die Panthers zurück. Ein 40 Yard-Touchdownpass von Jones stellte den alten Punkteabstand wieder her. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Spieluhr versuchte Passaus Urgestein Florian Schneider in seinem Abschiedsspiel beim Return noch alles, aber der Weg in die Endzone blieb ihm verwehrt.

Nach der Halbzeitshow der Cheerleader Pirates Brides und einer kurzen Erholungspause hatten die Panthers das erste Angriffsrecht. Die Pirates-Defense, angetrieben von den Passauer Fans, knüpfte aber nahtlos an den Leistungen der Vorwochen an und zwang die Panthers wieder zum Punt. Nur 60 Yards musste die Offense der Freibeuter diesmal zurücklegen ehe Andrew Griffin selbst mit einem 5-Yard Lauf in die Endzone den Pirates erneut eine 14-Punkte Führung bescherte. Den weiteren Verlauf des dritten Viertels waren es aber wieder die Verteidigungsreihen, die auf sich aufmerksam machten und keine weiteren Punkte zuließen.

Erst zu Beginn des letzten Viertels schlugen die Pirates wieder zu. Die Panthers ließen Luca Barthmann in der linken Ecke der Endzone sträflich allein und Griffins Pass kam präzise zur zwischenzeitlichen 35:14 Führung. Als Safety Florian Schneider wenig später dann seine Leistung mit einer Interception gegen Jones krönte war die Messe endgültig gelesen. Der junge US-Spielmacher der Panthers konnte den Abstand mit einem 12 Yard-TD Lauf zwar noch verkürzen, da stand aber schon längst fest, dass die Pirates den direkten Vergleich mit den Unterfranken für sich entschieden haben.

Damit klettern die Pirates, eine Würzburger Niederlage am nächsten Sonntag beim neuen Südmeister Fürstenfeldbruck vorausgesetzt, sogar noch auf Rang fünf der Regionalliga Süd und haben sich damit unter den besten 50 Teams der Republik etabliert.

Entsprechend zufrieden zeigte sich der Passauer Coach beim anschließenden Interview: „Ich bin sehr stolz, wie stark wir die Saison beendet haben. Wir haben am Anfang tolle Spiele geliefert, aber immer knapp verloren. Die Mannschaft hat sich aber nicht hängen lassen, weiter gearbeitet und ist stark zurückgekommen. Darauf können wir für nächste Saison aufbauen.“, so Andrew Griffin.

Eine große Baustelle für die kommende Saison wird aber die Defense werden. Mit Florian Schneider, Julian Riedlinger und Thomas Ochmann treten gleich drei Spieler zurück, die die Verteidigung der Eintrachtler in den letzten Jahren massiv geprägt haben und damit für ihre Nachfolger große Fußstapfen hinterlassen. Erstmal machen die Seniors der Pirates aber eine wohlverdiente Pause bis zur Saisonabschlussfeier im September. Dann stehen im Herbst noch die Spiele der eigenen Jugend an, ehe sich die Vorstandschaft dann mit den konkreten Planungen für 2019 beschäftigen kann.

Statistik:
Passau Pirates vs Würzburg Panthers 35:21 (14:7/7:7/7:0/7:7)
Strafen: Passau 7/60yds, Neu-Ulm 15/150 yds
Punkte Passau: Luca Barthmann 17 (2TD, 5XP), Thomas Beismann 6 (TD), Andrew Griffin 6 (TD), Sebastian Krauss 6 (TD),
Zuschauer: 302

Pirates machen im Kellerduell den Klassenerhalt fix

Gegen die Neu-Ulm Spartans siegen die DJK Eintracht-Footballer souverän mit 31:13 und spielen damit auch im kommenden Jahr in der dritten Liga

Ungefährdet holen sich die Passau Pirates im Kellerduell den zweiten Saisonsieg und schicken damit die Neu-Ulm Spartans im kommenden Jahr in die Bayernliga. Dabei begannen die Freibeuter in der ersten Halbzeit noch sehr nervös und ließen viele Pässe fallen. Die Defenseleistung hielt die Passauer im Spiel und in der zweiten Halbzeit machte die Offense dann auch die Punkte. Am Ende konnte Quarterback Andrew Griffin vor knapp 300 jubelnden Fans entspannt das Spiel in der Victory-Formation beenden.

Für die Passau Pirates war es an diesem Sonntag schon fast ein Schicksalsspiel. Obwohl die Mannschaft um Andrew Griffin die gesamte Saison sich auf Augenhöhe mit den etablierten Mannschaften der Regionalliga Süd befand, stand doch erst ein einziger Sieg auf der Habenliste. Mit einer Niederlage gegen Neu-Ulm wäre das Saisonziel Klassenerhalt in arge Bedrängnis gekommen. Entsprechend holprig gestaltete sich auch der Start in die Partie. Die Gastgeber bekamen als Erste den Ball und bewegten sich vor allem dank Rückkehrer Thomas Beismann langsam in Richtung Spartans-Endzone. Ohne das Laufspiel über den genesenen Runningback wäre das an diesem frühen Nachmittag wohl schwerer geworden. Das sonst so präzise Passspiel der Pirates klappte noch nicht wie gewohnt. Dies erkannten die Passauer Coaches aber und entschieden sich im ersten Drive dann auch im vierten Versuch für den Fieldgoalversuch, der von Luca Barthmann dann auch zur 3:0 Führung verwandelt wurde.

Im direkten Gegenzug entwischte dann Spartans Runningback Mac Retto auf der linken Außenbahn und sprintete über 60 Yards in die Endzone zur 7:3 Führung für Neu-Ulm. Jetzt wurde Passaus Offense erst so richtig nervös und musste im nächsten Drive nach nur wenigen Spielzügen das Angriffsrecht per Punt abgeben. Dieser wurde aber an der gegnerischen 9-Yardlinie gesichert und die Spartans mussten ihre Serie in ungünstiger Feldposition beginnen. Die Pirates-Verteidigung, die vor der Rückrunde auch nochmals umgestellt wurde, knüpfte an der Leistung gegen Landsberg an und machte ordentlich Druck. Weder mit Läufen über außen, noch mit kurzen Pässen waren die Spieler um Teamgründer Florian Schneider zu überraschen. Aus der Bedrängnis heraus warf Gästequarterback Philipp Romberger dann einen folgenschweren Pass. Passaus Rookiecornerback Ronald Winkler fing das Ei an der 30 Yardlinie ab, hatte noch drei Blocker vor sich und trug die Interception direkt zum Touchdown zurück. Da auch der nächste Drive der Spartans gestoppt werden konnte, wurden die Seiten das erste Mal beim Stand von 10:7 für die Pirates gewechselt.

Noch sollte aber die Piratesoffense ihre Nervosität nicht verlieren. Zwar konnte man sich wieder in die gegnerische Hälfte vorarbeiten, doch mit unnötigen Strafen brachten sich die Dreiflüssestädter wieder aus der Fieldgoalrange. Aber auf die Defense war zum Glück Verlass. Mehr als einen weiten Fieldgoalversuch aus rund 45 Yards ließ die Verteidigung der Pirates nicht zu. Dieser hatte dann zwar die nötige Länge, doch traf direkt den Goalpost und sprang zurück ins Feld. So blieben beide Teams im zweiten Viertel ohne Punkte.

Nach der Halbzeitansprache von Andrew Griffin fanden die Pirates auch in der Offense zu gewohnter Stärke zurück. Die Verteidigung startete gleich mit einem 3&out und wenig später standen die Passauer an der gegnerischen 10 Yardlinie. Die ersten beiden Versuche konnten die Spartans noch verteidigen, doch dann fand Andrew Griffin Max Flaig in der Mitte der Endzone frei und baute die Führung auf 17:7 aus. Auch die nächste Angriffsserie der Gäste musste vorzeitig beendet werden, zudem verlor Headcoach Daniel Koch auch noch seinen US-Spielmacher Carlos Aceo durch eine Knöchelverletzung. Die Pirates dagegen holten sich jetzt Firstdown um Firstdown und arbeiteten sich beständig in die Redzone der Mittelschwaben vor. Diesmal fand Griffin Allzweckwaffe Luca Barthmann in der linken Ecke der Endzone und baute die Führung auf 17 Punkte aus.

Mit Beginn des letzten Viertels mussten die Spartans bei diesem Rückstand schon voll auf Risiko gehen. Mit einem Turnover on Downs holte die Pirates-Defense aber das Angriffsrecht kurz hinter der Mittellinie zurück. Mit einem 50-Yard Touchdownpass auf Simon Sipple beseitigten die Offense dann auch die letzten Zweifel und erhöhte auf 31:7. Neu-Ulm schlug zwar im nächsten Drive mit einem 60-Yard Touchdownlauf von US-Boy Mac Retto nochmal zurück, doch Passaus D-Line brach beim Extrapunkt durch und verhinderte den Extrapunkt. Auch der anschließende Onsidekickversuch landete in den Armen der Pirates und so war auch die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt der Spartans dahin. Am Ende konnte Passaus Spielmacher Andrew Griffin die sogenannte Victory-Formation auf das Feld führen und durch Abknien den Klassenerhalt besiegeln.

Entsprechend glücklich und zufrieden zeigte sich Griffin nach dem Spiel: „Ich habe im Vorfeld immer versucht, den Druck aus diesem Spiel zu nehmen, aber natürlich schaut jeder auf die Tabellensituation. Unsere Verteidigung hat uns am Anfang im Spiel gehalten und dann kam auch die Sicherheit zurück. Wir haben die gesamte Saison hart gearbeitet und bewiesen, dass wir in diese Liga gehören. Schade, dass die Spartans jetzt absteigen müssen, denn sie haben auch viel Talent in ihren Reihen.“

Am kommenden Sonntag empfangen die Pirates nun noch die Würzburg Panthers um Landestrainer Martin Hanselmann. Bis dahin wird auch entschieden sein, wie mit dem abgebrochenen Spiel gegen den Landsberg X-press verfahren wird.

Statistik:
Passau Pirates vs Neu-Ulm Spartans 31:13 (10:7/0:0/14:0/7:6)
Strafen: Passau 7/80yds, Neu-Ulm 5/30 yds
Punkte Passau: Luca Barthmann 13 (TD, FG, 4XP), Ronald Winkler 6 (INT-TD), Max Flaig 6 (TD), Simon Sipple 6 (TD)
Zuschauer: 258

Gewitter kostet Pirates möglichen Sieg

Beim Stand von 41:35 musste das Spiel gegen Landsberg unterbrochen, und letztlich abgebrochen werden.

Das hätte der zweite Piratessieg der Saison werden können, doch das Wetter könnte den Eintracht-Footballern einen Strich durch die Rechnung machen. Mit noch knapp 8 Minuten Spielzeit im dritten Viertel brach Whitehat Christian Wess das Spiel wegen Gewitters bei einem Stand von 41:35 ab. Die Teams mussten dann eine Stunde in der Kabine warten ehe klar war, dass an diesem Sonntag das Spiel nicht mehr fortgesetzt werden kann. Letzten Endes muss nun der Ligaobmann über das Spiel entscheiden.

Eigentlich sah am Sonntag alles nach einer weiteren Hitzeschlacht auf Passau Oberhaus aus und bis zur Halbzeit lieferten sich die Teams aus Passau und Landsberg einen sehenswerten Schlagabtausch in dieser Regionalligapartie. Die Pirates hatten den Münzwurf gewonnen, verschoben die Wahl auf die zweite Hälfte und die X-Men starteten den ersten Drive. Nach rund 70 Yards solidem Raumgewinn und keiner freien Anspielstation nahm Gästequarterback Lukas Saurwein die Beine in die Hand und erlief die letzten 2 Yards zum Touchdown selbst. Mit dem gelungenen Extrapunkt die 7:0 Führung für die X-Men. Im Gegenzug stand Piratesspielmacher Andrew Griffin dem aber in nichts nach. Auch er bewegte den Passauer Angriff ungefährdet 75 Yards über das Feld und sorgte mit einem Quarterbacksneak durch die Mitte für den Ausgleich. Passaus Verteidigung zeigte sich im Vergleich zum Saisonbeginn aber wesentlich konzentrierter. Trotz des Ausfalls von Linebacker Thomas Ochmann gelang es immer wieder Druck auf den Quarterback zu machen. Tief in der eigenen Hälfte versuchte es dann Saurwein mit einem Screenpass auf die linke Seite. Doch Passaus Safety Julian Riedlinger hatte den Braten gerochen, ging dazwischen, schnappte sich das Ei und lief unbedrängt in die Endzone durch.

Die folgende Serie schlossen die Gäste aus Landsberg dann aber wieder erfolgreich ab. Ein Pass auf den sträflich ungedeckten Tightend Martin Macher sorgte für den Anschlußtouchdown. Die Führung blieb aber bei den Pirates. Beim Extrapunktversuch war der Snap schlecht und der Notpass in die Endzone wurde von Passaus Verteidigung abgewehrt. Damit war Passaus Angriff wieder an der Reihe. Nach Touchback startete die Offense an der eigenen 25. Doch gleich im ersten Play fing Luca Barthmann einen kurzen Pass und hatte plötzlich viel grünes Feld vor sich. Erst an der 2 Yardlinie konnte er letztlich von Marice Sutton noch gestellt werden. Doch der Einsatz des Landsberger Safeties war vergebens. Gleich im nächsten Spielzug legte Andrew Griffin den Ball geschickt hoch in die Ecke der Endzone und Simon Sipple pflückte ihn souverän nach unten zum 21:13 Zwischenstand nach dem ersten Viertel.

Auch im zweiten Abschnitt ging der Schlagabtausch weiter. Wieder war es Tightend Martin Macher, der den X-press mit einem 15 Yard-Touchdownfang zurück ins Spiel brachte. Mit einem weiteren Pass auf Anselm Hoppe glichen die Gäste aus. Doch die Pirates legten postwendend wieder vor. Mit einem 50 Yardpass auf Luis Hanssler drangen die Dreiflüssestädter gleich wieder tief in die Hälfte der Gäste vor. Eine Kopie des letzten Passauer Touchdowns, hoch in die linke Ecke der Endzone auf Sipple, brachte die erneute Führung. Aber auch die Mannschaft von Jan Radewald hatte ihre Hausaufgaben gemacht. Kurzer Pass auf Kyle Barnett und der US-Boy lief über das halbe Feld zum Ausgleich. Der dritte Touchdownpass in Folge auf Simon Sipple war die Antwort von Passaus Andrew Griffin. Diesmal fand er seinen Receiver aus 40 Yards zum Touchdown. Mit weniger als zwei Minuten bekamen die X-Men nochmal den Ball und die brauchten nur drei Spielzüge um das Feld erneut zu überbrücken und erneut auszugleichen. Ein langer Kickoffreturn von Hanssler bis an die gegnerische 30 und noch 7 Sekunden auf der Uhr brachten die Passauer Offense aber nochmals in Schlagdistanz. Doch gleich der erste Pass in die Endzone wurde abgefangen und so ging es mit einem leistungsgerechten 35:35 in die Pause.

Die gab Passaus US-Studenten Travis Williams Gelegenheit sich auch kurz mit seiner Mutter, Familie und Bekannten zu unterhalten. Mit einer kleinen Delegation war diese aus Missouri angereist um den Sprössling im Abstiegskampf zu unterstützen. Nach der Halbzeit dann die Pirates als erstes im Angriffsrecht und die konzentrierte Leistung ging weiter. Kontinuierlich bewegte sich die Offense über den Platz und stand wenig später, als sich der Himmel bereits verdunkelte, erneut kurz vor der Landsberger Endzone. Ein hoher Pass an die Endlinie, Passaus Sebastian Krauss stieg hoch, pflückt das Ei mit einer Hand und landet sicher in der Endzone zum nächsten Passauer Touchdown. Doch noch bevor Luca Barthmann zu seinem sechsten Extrapunktversuch antreten konnte, zuckten die ersten Blitze über Oberhaus und Hauptschiedsrichter Wess musste die Begegnung unterbrechen und die Teams in die Kabinen schicken.

Dann setzte auch noch heftiger Regen ein und die US-Delegation wurde herzlich im Partyzelt der Pirates-Ultras aufgenommen. Und es begann das lange Warten und Bangen. Da sich das Wetter nicht so schnell beruhigen wollte und der Platz auch zentimetertief unter Wasser stand, nach etwas mehr als einer Stunde dann aber doch der Spielabbruch. Damit liegt der Ausgang des Spiels nun beim Ligaobmann und dem Bayerischen Verband. Üblicherweise sucht man in dieser Situation nach einem Nachholtermin und setzt die Begegnung erneut an. Dies könnte sich aber aufgrund des nahen Saisonendes als schwierig erweisen. Ein Sieg hätte den Pirates jetzt natürlich Luft im Abstiegskampf beschert, doch ob bis zum kommenden Sonntag, wenn die Neu-Ulm Spartans zum Kellerduell anreisen, eine Entscheidung steht ist fraglich. Daher sollten die Eintracht-Footballer sich nun voll auf die Spartans konzentrieren und mit einem Sieg am kommenden Wochenende den Klassenerhalt klar machen.

Statistik:
Passau Pirates vs Landsberg X-press Spielabbruch bei 41:35 (21:13/14:22/6:0/-:-)
Strafen: Passau 6/40yds, Landsberg 6/65 yds
Punkte Passau: Simon Sipple 18 (3TD), Andrew Griffin (TD), Julian Riedlinger (INT-TD), Sebastian Krauss 6 (TD), Luca Barthmann 5 (5XP),
Zuschauer: 287

Zu viele Turnover gegen den Tabellenführer

Das Rückspiel der Pirates gegen den immer noch ungeschlagenen Tabellenführer Füstenfeldbruck endet wegen zu vielen Ballverlusten mit einer 61:35 Niederlage.

Richtig große Chancen hatten sich die Passau Pirates gegen die Fürtsy Razorbacks, die noch im Vorjahr in der zweiten Liga gespielt hatten, nicht ausgerechnet. Und doch wäre an diesem Sonntagnachmittag für die Eintrachtfootballer mehr drin gewesen. Durch je zwei Turnover in den Vierteln zwei und drei, und daraus resultierenden Touchdowns für die Oberbayern, zog der aktuelle Tabellenprimus aber uneinholbar davon.

Wie schon im Hinspiel in Passau, als beide Teams insgesamt über 100 Punkte produzierten, sollte auch das Rückspiel im Stadion an der Lände in erster Linie ein Schlagabtausch der Offense-Formationen werden. Den Auftakt, in dem überaus fairen Spiel, machten nach gewonnenem Münzwurf die Fursty Razorbacks. Von der eigenen 27 Yardlinie gestartet, schlossen die Gastgeber den ersten Drive mit einem langen Touchdownlauf von Nicolas Hozapfel ab. Im Gegenzug hatten die Pirates zwar Anlaufschwierigkeiten, marschierten dann aber dank eines langen Catch&Run von Luca Barthmann und einem Pass auf Sebastian Krauss bis kurz vor die Endzone. Mit einem Touchdownpass stellte Quarterback Andrew Griffin gleich wieder den Anschluss zum 7:6 her. Doch die Hogs stellten gleich im Gegenzug unter Beweis, dass sie nicht nur Laufen können. Kaum in die Hälfte der Pirates eingedrungen, sorgte Spielmacher John Eddy mit einem weiten Pass auf Andreas Berger für die nächsten Punkte. Die Antwort der Pirates ließ allerdings nicht auf sich warten. Die Pirates, im Laufspiel immer noch geschwächt durch die Verletzung von Thomas Beismann, kamen wieder über das Passpiel. Mit einem weiten Pass auf Luis Hanssler drangen die Freibeuter wieder in die Redzone vor. Mit Touchdownpass und erfolgreicher 2-Punkt Conversion schafften die Eintrachtler nun sogar den Ausgleich zum 14:14.

Mit einem holprigen, aber dennoch erfolgreichen Drive eröffneten die Razorbacks das zweite Viertel. Mit einem Touchdownlauf von Moritz Albrecht zogen die Hogs wieder davon. Der Passauer Gegenschlag wurde diesmal aber unterbunden. Andrew Griffins Pass wurde abgefangen und bis tief in die Hälfte der Pirates zurück getragen. Wenige Spielzüge später war es erneut Runningback Albrecht, der das Ei zum zwischenzeitlichen 28:14 in die Endzone tragen konnte. Jetzt war so richtig Sand im Getriebe der Passauer Angriffsformation. Erst ein mäßiger Kickoffreturn, dann nochmal wegen Fehlstart 5 Yards zurück, und letztlich auch noch ein verlorener Fumble in der eigenen Hälfte. Diese Einladung wollten die Gastgeber nicht ausschlagen. Diesmal erzielte Runningback Felix Schuler den Touchdown, doch der Extrapunkt ging daneben. Mit nur knapp 90 Sekunden auf der Spieluhr waren nun wieder die Pirates an der Reihe und die wollten sich nicht so einfach geschlagen geben. Mit nur drei Spielzügen überbrückten die Dreiflüssestädter 65 Yards bis in die Endzone. Touchdownpass auf Sebastian Krauss und die Pirates konnten auf 21:34 verkürzen. Doch damit ging es noch nicht in die ersehnte Pause. Ein Kickoffreturntouchdown von Nicolas Holzapfel war die prompte Antwort der Razorbacks und mit 40:21 ging es in die Halbzeitpause.

Nun bekamen die Pirates als Erstes den Ball. Doch die Fursty Defense knüpfte dort an, wo sie im zweiten Viertel aufgehört hatten. Durch gute Passverteidigung zwangen sie die Pirates das Angriffsrecht gleich wieder abzugeben. Die nur 39 Yards in die Passauer Endzone waren dank der Leistung der Passauer Verteidigung diesmal zwar nicht leicht zu überbrücken, letztlich erzielte Albrecht aber seinen dritten Touchdown des Tages. Im Gegenzug gelang es den Pirates wieder nicht in die gegnerische Hälfte einzudringen und die zweite Interception gegen Quarterback Andrew Griffin brachte die Gastgeber gleich wieder in gute Feldposition. Nur drei Spielzüge später fand John Eddy Nicolas Holzapfel in der Enzone und erhöhte auf 54:14. Erst mit Beginn des letzten Viertels gelang es den Eintrachtlern wieder den Ball bis in die gegnerische Hälfte zu bringen. Nach einem langen Pass auf Sebastian Krauss stand die Passauer Offense an der 5 Yardline der Razorbacks. Doch die Punkte blieben den Pirates verwehrt, denn auch im vierten Versuch gelang es Passaus Passempfängern nicht den Ball in der Endzone zu kontrollieren. Obwohl die Razorbacks nun 97 Yards Feld vor sich hatten, bewies die Offense um John Eddy, warum sie Tabellenführer sind. Mit einem 16 Yard Touchdownpass auf Benjamin Löw stellten die Hogs auf uneinholbare 61:14.

Mit zwei Touchdownpässen auf Luis Hanssler und Simon Sipple gelang es den Pirates im letzten Viertel noch, den Spielstand freundlicher zu gestalten, doch die große Chance das Spiel offen zu gestalten hatten die jungen Freibeuter bereits im zweiten Viertel verspielt. Jetzt gilt es für die Pirates die Spielpause am nächsten Wochenende zu nutzen um sich für den Endspurt zu rüsten. Im Restprogramm hat es die Mannschaft um Andrew Griffin selbst in der Hand, den Klassenerhalt zu sichern. Mit drei Siegen aus den verbleibenden drei Partien könnte es sogar noch gelingen auf Tabellenrang fünf zu klettern. Dazu muss die Defense der Freibeuter aber noch stabiler werden und auch in den heißen Phasen des Spiels den Gegner stoppen. Mit den treuen Fans im Rücken werden es in jedem Fall noch heiße Kämpfe gegen Landsberg, Neu-Ulm und am letzten Spieltag Würzburg.

Statistik:
Fürsty Razorbacks vs Passau Pirates 61:35 (14:14/26:7/14:0/7:14)
Strafen: Fürstenfeldbruck 9/75yds, Passau 4/35yds
Punkte Passau: Luca Barthmann 11 (TD,3XP, 2Pt-XP), Luis Hanssler 6 (TD), Simon Sipple 6 (TD), Sebastian Krauss 6 (TD), Andrew Griffin 6 (TD)