Pirates testen gegen Burghausen

28.10.2013

Jahreshauptversammlung bestätigt Detlef Paßberger

Gerade nach einer langen und kräftezehrenden Footballsaison ist es im Herbst schwierig Gegner für Scrimmages zu finden. Viele der ostbayerischen Teams befinden sich entweder in einer Trainingspause oder haben nicht genügend Spielfähige um ein sinnvolles Trainingsspiel zu bestreiten. Für Passaus Headcoach Anton Maroth war es aber im Hinblick auf die sportlichen Ziele 2014 äußerst wichtig in diesem Herbst noch die neu ausgearbeiteten Konzepte gegen ein höherklassiges Team zu testen. Die Burghausen Crusaders sind zum Einen eine etablierte Mannschaft in der Bayernliga und zum Anderen setzen sie, wie auch die Pirates, in erster Linie auf den eigenen Nachwuchs.

In jeweils drei Achterserien probierten beide Coaches unter den Augen des langjährigen Verbandspräsidenten Martin Hanselmann ihre Angriffs- und Verteidigungsspielzüge aus bevor es in zwei halbstündigen Abschnitten um spielnahen Raumgewinn ging. Dabei konnten die Pirates, die auch immer wieder Jugendspieler miteinsetzten, mit der Leistung des Bayernligisten über weite Strecken mithalten, mussten letzten Endes aber die geschlossenere Mannschaftsleistung der Gastgeber anerkennen. „Wir haben in diesem Jahr in der Landesliga dominiert, weil wir die Fehler und Schwachstellen unserer Gegner stets ausnutzen konnten. Die Crusaders machen aber kaum Fehler und werden gut gecoacht. Das war für uns eine wichtige Erfahrung und jetzt wissen wir auch, woran wir im Winter arbeiten müssen.“, so Urgestein Maroth. „Nur wenn jeder unserer Spieler das Spielsystem verinnerlicht und bis Februar seine persönliche Fitness und Technik weiterentwickelt, dann sind wir bereit für die Bayernliga.“
Nach wie vor halten die Passauer an dem Gedanken des Aufstiegs fest und wollen diesen nächsten Schritt gehen. Sportlich und organisatorisch haben sie auch in diesem Trainingsspiel den Anspruch darauf unterstrichen. Die endgültige Entscheidung darüber wird am 9. November auf dem Verbandstag des AFVBy fallen.

Auf der Jahreshauptversammlung der Eintracht-Sparte wurde Detlef Paßberger einstimmig als Vorstand bestätigt und stellte seine Planung für das nächste Jahr gleich vor. Mit den beiden Jugendmannschaften und ein paar neuen Spielern kommen die Pirates mittlerweile auf über 120 Mitglieder. Der Kader der Seniors hat die Pflichtmarke von 35 Spielerpässen bereits jetzt überschritten, obwohl noch einige Unterschriften von Stammspielern fehlen. Die A-Jugend um Trainer Andreas Walter wird im kommenden Jahr in der 9er-Verbandsliga antreten und damit auch einen wesentlichen Grundstein für die Zukunft der Pirates legen. „Es dauert zwei bis drei Jahre bis ein Spieler die komplexen Zusammenhänge auf dem Feld versteht und dann auch umsetzen kann. Wenn diese Phase bereits in der Jugend durchlaufen werden kann, dann können wir in ein paar Jahren komplette Spieler in den Seniorenkader integrieren.“, so die Aussicht von Detlef Passberger. Der lobte in seiner Ansprache ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der DJK-Eintracht und dem gesamten Umfeld. Der Ruf der Pirates in der bayerischen Footballlandschaft sei nur dank dieser Gemeinschaftsleistung so gut.